Christdemokraten befürworten Pläne, sehen aber noch Abstimmungsbedarf

Autohof in Bad Hersfeld: CDU pocht auf Lärmschutz

So könnte er aussehen, der Autohof an der A 4. Am unteren Bildrand sieht man auf der weißen Fläche die vier Häuser an der Unteren Kühnbach, die unmittelbar an das Gelände des Autohofs grenzen.

Bad Hersfeld. Weiteren Abstimmungsbedarf sieht die CDU-Fraktion im Stadtparlament beim geplanten Autohof, den Investor Dirk Schade an der Autobahn 4 unterhalb des Amazon-Logistikzentrums bauen will. Der CDU-Fraktionsvorstand hatten sich nach einem Treffen mit den Anwohnern und den Eigentümern der Wohnanlage am Kühnbach und Kühnbachsgrund selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht.

Angst vor Isolation

Wie berichtet fürchten die Bewohner der vier Mietshäuser an der Unteren Kühnbach, dass die Lärmschutzwände zu dicht an den Häusern stehen und sie dadurch gleichsam von der Außenwelt abgeschnitten würden.

Insbesondere die Mitglieder im Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung und Umwelt, Thomas Schaffert und Uwe Schimberg, zeigten sich vom Konzept des Autohofs überzeugt. Beide Ausschussmitglieder sind allerdings der Meinung, dass die zurzeit geplanten Lärmschutzmaßnahmen verändert werden müssen. Dabei geht es vor allem um die vorgesehene Form des Lärmschutzes und den Abstand zu den Wohnhäusern, die verändert werden müssten. Dies ließe sich nach Ansicht der Kommunalpolitiker unter anderem durch Standortveränderungen von einigen der geplanten Gebäude erreichen.

Besuch vor Ort: Die CDU-Stadtpolitiker Uwe Schimberg, Thomas Schaffert, Marie Bastubbe und Fraktionschef Gunter Grimm. Foto: nh

Für das Projekt spreche vor allem die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Nach Auskunft des Investors Dirk Schade könnte bis zu 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Gegenüber unserer Zeitung hatte Schade zudem bereits signalisiert, dass er beim Lärmschutz kompromissbereit ist.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gunter Grimm meint: „Der Investor hat ein machbares Konzept zum Bau und zum Betrieb eines Autohofs an der A4. Dieses gilt es mit städtischen Mitteln – unter der Voraussetzung, dass die Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner akzeptabel sind – zu unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass das Projekt mit den genannten Veränderungen realisiert wird.“ (red/kai)

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