Bad Hersfeld wirbt mit Standortvorteil um Logistik-Nutzer

Thomas Fehling

Bad Hersfeld. Vier Stunden mehr Zeit bietet der Logistikstandort Bad Hersfeld den Nutzern, weil Sendungen hier bis 21 Uhr direkt eingeliefert werden können. Mit dem „Plus-4-Faktor“ wirbt die Stadt künftig gezielt um potenzielle Investoren.

„Wir wollen diesen Standortvorteil jetzt noch präziser darlegen,“ erklärte dazu Bürgermeister Thomas Fehling im Gespräch mit unserer Zeitung. Gespräche mit den Logistikunternehmen und die Erarbeitung eines Vertriebskonzepts, das sich gezielt an in Frage kommende Branchen wendet, sind für dieses Jahr geplant. Noch ist der „Plus-4-Faktor“ vor allem eine Idee, die Fehling für das Investoren-Protal auf der neuen Website der Stadt Bad Hersfeld formuliert hat.

Dahinter steckt die Überlegung, dass für Unternehmen vor Ort die „latest drop-off time“, also der spätestmögliche Abgabetermin für Sendungen innerhalb Europas bei 21 Uhr liegt. Das heißt: Nutzer des „Plus-4-Faktor“ geben ihre Sendung bis dahin direkt im Umschlagzentrum des Logistikers ab. Die Abholung durch einen Logistikdienstleister entfällt komplett.

Dadurch gewinnen diese Unternehmen einen Zeitvorteil von bis zu vier Stunden. Fehling ist der Überzeugung, dass dieses zusätzliche Zeitbudget beispielsweise für Reparaturdienste und andere Serviceabteilungen ein wichtiges Argument für eine Ansiedlung in oder bei Bad Hersfeld sein kann.

Diese Strategie des Wirtschaftsstandorts Bad Hersfeld entspricht auch der Wirklichkeit im Stadtgebiet, wo die großen Gewerbegebiete längst belegt sind. „Aber wir haben viele kleinteilige Flächen, die für solche Unternehmen oder Abteilungen geeignet wären,“ argumentiert der Bürgermeister.

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