Technik im Alltag: So funktioniert der Pfandautomat im Supermarkt um die Ecke

Plattmachen spart Arbeit

Einheitlich: Dieses Symbol steht für Einweg. Foto: Backovic

Bad Hersfeld. An jedem Wochenende herrscht Andrang in den Getränkemärkten: Denn daheim tummeln sich bei vielen die leeren Flaschen, die sich die Woche über angesammelt haben. Inzwischen kümmert sich aber immer seltener die Kassiererin um leere Limo-Behälter. Der Pfandautomat hat den Menschen auch in Bad Hersfeld in den meisten Läden abgelöst.

Große Erleichterung

Die neue Technik wird seit Kurzem auch im Edeka Neukauf Hellwig auf dem Johannesberg eingesetzt. Dirk Hofmann arbeitet nebenberuflich in Hellwigs Getränkemarkt und weiß die Maschine zu schätzen. „Für uns ist es eine Erleichterung, weil das Zählen der Flaschen wegfällt. Der Kunde übernimmt somit die Arbeit“, sagt Hofmann.

Früher gab es eine Kasse extra für das Einweg-Leergut. Von Hand zählten die Mitarbeiter die Flaschen. „Danach mussten sie in große Säcke gepackt werden“, erinnert sich Hofmann.

Kamera sucht Pfandsymbol

Jetzt ist also der Kunde dran: Er nimmt eine Einweg-Flasche und legt sie in die runde Öffnung des Automaten – eine Röhre. Darin befindet sich eine Art Förderband, das die Flaschen dreht. Dabei sucht eine Kamera an der Oberseite der Röhre das Pfandsymbol. Erkennt die Kamera das Zeichen, fällt die Flasche in einen Schacht nach unten. Dort wartet eine Walze mit kleinen Zangen auf den Plastikbehälter und zerschreddert ihn. Die platte Flasche fällt danach in eine große Kunststoffkiste. Bis zu 400 Dosen und Flaschen finden Platz im Auffangbehälter.

Der gesamte Vorgang dauert zwei bis drei Sekunden. Die Flaschen müssen leer, und das Pfandzeichen muss auf dem Etikett erkennbar sein. „Es macht aber nichts, wenn eine Flasche etwas eingedellt ist. Wichtig ist eben nur, dass das Pfandsymbol noch da ist“, sagt Hofmann. Falls es trotzdem nicht funktionieren sollte, nimmt Hofmann die betreffende Flasche auch an der Kasse an. „Bisher hatte ich aber noch keine Schwierigkeiten mit der Technik“, versichert der 45-Jährige. Der Lohn für die Mühe des Kunden ist Bargeld. 25 Cent gibt es pro Flasche oder Dose. Am Ende des Abgabevorgangs druckt der Automat auf Knopfdruck einen Bon aus. Auf diesem befindet sich ein Barcode. An der Kasse liest der Kassierer den Bon ein und gibt dem Kunden das Geld.

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Von Dorothea Backovic

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