Beschäftigungsförderung ermöglicht 13 jungen Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt

Ein planbarer Lottogewinn

Sie bekommen eine große Chance: Dreizehn Jugendliche können jetzt eine Ausbildung beginnen. Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz (Dritte v.l.) erwartet von ihnen Fleiß und Engagement. Foto: Becker

Bad Hersfeld. Elke Künholz kann sich noch genau an ihren früheren Berufswunsch erinnern. „Ich wollte immer Schreinerin werden“, erzählt die Erste Kreisbeigeordnete und lacht. „Allerdings haben mir immer alle gesagt, dass das nur wirklich kein Beruf für eine Frau sei.“

Umso erfreuter ist sie darüber, dass sich unter den dreizehn neuen Auszubildenden der Beschäftigungsförderung im Kreis Hersfeld - Rotenburg auch eine junge Frau befindet, die den Beruf der Tischlerin erlernen wird. Die Jugendlichen haben im Vorfeld an den Projekten „Ausbildung statt Arbeitslosengeld“ (AstA) und „Beruflichsausbilung in außerbetrieblichen Einrichtungen“ (BaE) teilgenommen und sich in Vorstellungsberufen für die Ausbildungsplätze qualifiziert.

Unterricht und Betreuung

Drei von ihnen werden zum Tischler ausgebildet, fünf zum Maschinen- und Anlagenführer, vier junge Frauen zur Verkäuferin und eine zur Fachlageristin. Alle bekommen eine sozial-pädagogische Betreuuung sowie fachpraktischen Unterricht und Nachhilfe. „Ich hoffe, dass Sie alle das Engagement des Landkreises wertschätzen“, unterstreicht Künholz in ihrer Ansprache. „Ich erwarte dementsprechende Leistungen und Fleiß.“

Auch Roxana Leibelt von der Beschäftigungsförderung betont die Einmaligkeit der Chance. „Das hier ist wie ein planbarer Lottogewinn“, meint sie. „Viele von euch haben Träume, die ihr nur mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung verwirklichen könnt.“

Unterstützung ist wichtig

Die meisten der Jugendlichen haben in den normalen Arbeitsmarkt zunächst keinen Einstieg gefunden. Umso wichtiger sei es, sie zu unterstützen und zu fördern, sagt auch Renate Holzhauer vom Fachreferat für Arbeit im Landratsamt.

„Wir haben mit dem Projekt bisher viele positive Erfahrungen gemacht.“ Die zukünftigen Auszubildenden sind hochmotiviert. „Disziplin steht bei mir ganz oben“, meint der 22-jährige Alpay. Was er später beruflich machen möchte, das weiß er noch nicht genau. „Aber auf jeden Fall möchte ich ganz nach oben.“

Von Hannah Becker

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