Jungen Menschen soll Einstieg in Berufswelt erleichtert werden

Pilotprojekt für Schüler mit Behinderungen startet im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. Schülern mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Hessen sollen ein Schulabschluss und der Übergang in die Berufs- und Arbeitswelt erleichtert werden. Dazu beitragen soll die intensivere Zusammenarbeit aller Bildungseinrichtungen von der Grundschule bis zu den Beruflichen Schulen sowie des Schulträgers. Man spricht von inklusiven Schulbündnissen. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg gehört zu den Pilotregionen.

Im Staatlichen Schulamt Bebra kümmert sich Astrid Pallas um die Gestaltung dieses Netzwerkes, in dem, so will es das Kultusministerium, alle Bildungsgänge verbindlich vertreten sein müssen. Dass auch Berufliche Schulen dazugehören müssen, ist dabei neu. Der Landkreis ist mit der Zukunftsbeauftragten Christine Trinks mit im Boot. Er ist zum Beispiel verantwortlich für die barrierefreie Gestaltung der Schulen und die Beförderung der Kinder.

Ziel sei es, so erklärt Schulamtsleiterin Anita Hofmann, die Wahlfreiheit der Eltern durch entsprechend qualifizierte Beratung ihrer Kinder zu sichern: Ist es für ein Kind besser, eine Förderschule zu besuchen oder soll es inklusiv beschult werden? Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Defiziten im Lern- oder Sozialverhalten muss die Chance gegeben werden, eine Regelschule zu besuchen und mit entsprechender sonderpädagogischer Unterstützung einen Schulabschluss zu erreichen. 138 Kinder im Landkreis sind im vergangenen Schuljahr inklusiv beschult worden.

Schon bisher haben Kreisverwaltung, Schulen und Beratungs- und Förderzentren im Landkreis zusammengearbeitet. Aufgrund dieser Basis wurde der Kreis als Pilotregion ausgewählt, die das Schulbündnis im kommenden Schuljahr umsetzen wird. Dazu wurden dem Schulamt 3,5 zusätzliche Stellen bewilligt, die hauptsächlich in den Unterricht fließen sollen, erklärte Astrid Pallas.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare