Arbeitsgruppe will historischen Wanderweg zwischen Eisenach nach Worms einrichten

Pilgern auf Luthers Spuren

Die Vertreter der Arbeitsgruppen für den Lutherweg aus Hersfeld-Rotenburg und dem Vogelsbergkreis haben sich jetzt in Romrod getroffen, um die Pläne voranzutreiben. Foto: nh

Hersfeld-Rotenburg. In Romrod haben sich jetzt erstmals die Luther-Arbeitsgruppen aus Hersfeld-Rotenburg und Romrod im Vogelsbergkreis getroffen, um gemeinsam am Netzwerk „Lutherweg in Hessen“ zu arbeiten. Mit dabei waren Vertreter von Kommunen und Kirchengemeinden, private Akteure sowie Partner von Forst, Verwaltung und des Regionalforums. In beiden Regionen arbeiteten bisher regionale Arbeitskreise zum Lutherweg.

Der „Lutherweg in Hessen“ soll jenem Weg folgen, den der Reformator Martin Luthers im Jahr 1521 vom Reichstag in Worms zur Wartburg in Eisenach entlang der historischen Handelsstraße „Kurze Hessen“ nahm. Als Wander- und Pilgerweg soll er die Möglichkeit bieten, auf Luthers Spuren, die Landschaft zu erkunden, zu pilgern, inne zu halten, Natur und Kulturgeschichte zu erleben sowie das Geheimnis des Pilgerns und des Glaubens zu entdecken.

Suche nach Partnern

Bernd Rausch aus Romrod und Sigrid Wetterau vom Regionalforum Hersfeld-Rotenburg stellten die bisherigen Aktivitäten zum „Lutherweg“ vor: Die Arbeitsgruppe in Romrod ist derzeit aktiv auf Suche nach Partnern zur Umsetzung des Weges vom Vogelsberg nach Süden. Die Arbeitsgruppe aus Hersfeld-Rotenburg kann bereits auf Veranstaltungen zurückblicken wie das „Festival der Reformation“ in Bad Hersfeld (2011) und den „Lutherlauf“ von der Wartburg nach Bad Hersfeld, der im Mai 2012 bereits zum zweiten Mal stattfinden wird.

Wichtig ist allen die überregionale Zusammenarbeit, um den „Lutherweg in Hessen“ zu realisieren. Ulrich Brill, Dekan des Kirchenkreises Bad Hersfeld, wies auf die Bedeutung der Reformation und die Impulse eines Pilgerwegs hin, Menschen zur Einkehr und Ruhe anzuregen.

Die Gruppe will weitere Unterstützer gewinnen. Thüringen ist bereits Vorreiter bei der Ausweisung des Lutherweges. Richtung Süden werden Partner gesucht entlang der „Kurzen Hessen“ über Grünberg und Friedberg, Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet bis hin nach Rheinhessen und Worms.

Dann gelte es, Wegeverbindungen zu nutzen und gemeinsam mit Wandervereinen, Forst, Eigentümern und Verbänden den Lutherweg einzurichten, heißt es in einer Pressemeldung der Arbeitsgruppe. Nicht zuletzt sei auch die Wertschöpfung und die touristische Nutzung von Bedeutung. Deshalb sollen auch die Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten wie Pilgerherbergen am Wegesrand eingebunden oder entwickelt werden.

Vereinsgründung geplant

Noch in diesem Jahr soll dazu der Verein „Lutherweg in Hessen e.V.“ gegründet werden. Mithilfe des Vereins sollen auch Fördermittel von Bund und Land eingeworben werden, um Infrastruktur und Beschilderung für den Lutherweg umzusetzen und Infomaterial zu erstellen. (sw/red/kai)

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