60 Teilnehmer auf zweiter Etappe des Lutherweges von Friedewald nach Bad Hersfeld

Pilger trotzen dem Regenwetter

Wandern im Zeichen des Kreuzes: In Friedwald begann die 2. Etappe des Lutherweges, die nach Bad Hersfeld führte. Foto: Pflanz/nh

Friedewald. Bei Regen und nur vier Grad Außentemperatur haben 60 Frauen und Männer eine Pilgerwanderung vom Schlosshof in Friedwald bis zur Stadtkirche in Bad Hersfeld unternommen. Auf einer Strecke von 15 Kilometern entdeckten sie die grünende Natur und die regennasse schöne Landschaft.

Die Pilger hörten Texte der Bibel, wanderten im Schweigen und im Gebet auf dem Weg. Sie folgten dem neuen Wegeabschnitt des geplanten Lutherweges, der von der Wartburg in Eisenach bis nach Worms führen wird (wir berichteten).

Die Wanderer genossen auch die Gastfreundschaft im alten Schulhaus in Kathus und im Gemeindehaus der Stadtkirche Bad Hersfeld.

Dekan Ulrich Brill vom Kirchenkreis Hersfeld begrüßte die Pilger und ermutigte alle mit der Tageslosung „Werdet nicht träge, …“ (Hebräer 6, Vers 12). So gestärkt folgte die Gruppe dem frühlingsbunt geschmückten Pilgerkreuz. Das nasskalte Wetter konnte die Erwartungen der Pilger nicht trüben. „Wandern – Wandeln – sich Verwandeln“ war das Motto, das Pilgerpfarrer Dr. Manfred Gerland der Gruppe mit auf den Weg gab.

Werner Kautzner (Friedewald), Karlheinz Otto (Kathus) und Manfred Limmeroth (Knüllgebirgsverein) führten entlang des Weges. Die Route folgt in etwa der alten Handelsstraße „Kurze Hessen“ – auch „Alte Straße“ genannt – und bindet besondere historische Orte ein. Ob „Toter Mann“, Auerhahnkreuz, Seeloch oder Pilgrimsteig: Karlheinz Otto konnte sachkundig über Ereignisse der örtlichen Geschichte berichten. Entlang des Solztals schlängelt sich der Weg weiter über den Obersberg hin nach Bad Hersfeld und durch die Stadt bis hin zur Stiftsruine und der Stadtkirche.

Bei der Rast in der Alten Schule in Kathus wurden die Pilger mit regionalen Spezialitäten bewirtet: Kathuser Fettebrot und Pilgerschnaps wurden gereicht. Pfarrerin Imke Leipold beschloss den Pilgertag mit einer kurzen Andacht in der Stadtkirche. Einen gemütlichen Ausklang fand das Pilgern bei Kaffee und Kuchen im Martin-Luther-Haus. Das nächste „Pilgern auf dem Lutherweg“ im Herbst 2013 wird bereits vorbereitet. (red/kai)

 hintergrund

Kommentare