Faszinierendes aus den Naturwissenschaften an der Konrad-Duden-Schule

Physik ist keine Zauberei

Die Akteure der Konrad-Duden-Schule hatten viel Spaß dabei, ihr Publikum ins Staunen zu versetzen. So konnte man bei einem Rundgang in der Pause zum Beispiel beobachten, wie ein Heißluftballon an die Decke ging oder wie kleine Raketen hergestellt wurden (unser Bild). Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Mit unglaublichem Einfallsreichtum zeigten die Schüler und Schülerinnen der Konrad-Duden-Schule, dass die Fächer Physik, Biologie und Chemie ganz und gar nicht langweilig sind, sondern durchaus tauglich für ein faszinierendes Showprogramm. Der Fachbereich Naturwissenschaften hatte zu einem „Abend mit 100 Prozent Naturwissenschaft“ in die Aula der Schule eingeladen.

Kerze unter Wasser

„Wir haben nichts gezaubert, sondern dies ist 100 Prozent Physik“, verriet Raphael von der Klasse H9 gleich zu Beginn, als seine Mitschüler „Illusionen rund um die Physik“ zeigten und dabei Schulleiterin Susanne Hofmann mitmachen ließen. Unbekannte Flugobjekte stiegen auf, eine Kerze brannte unter Wasser weiter und eine Flamme unter einem Stoff ließ diesen unbeschadet.

Im zweiten Teil des Abends wurde mit einer Quizshow der „Physik-Champion“ gesucht. Jeweils drei Vertreter von Lehrern, Schülern und Gästen stellten sich den kniffligen Fragen.

Doch auch im Publikum wurde fleißig diskutiert und mit- geraten, zum Beispiel bei den Fragen, ob eine Dose mit Ananastücken schneller rollt als eine Dose mit Ananasscheiben (tut sie nicht, die Scheiben sind schneller), wie eine Flamme auf einem Karussell reagiert (sie neigt sich nach innen) und ob eine Glühlampe in der Mikrowelle, mit Zitrone, Zink und Kupfer oder mit einem Induktionskochfeld leuchtet (in der Mikrowelle). Diese Frage brachte die Entscheidung im Wettbewerb, denn die Schüler beantworteten sie im Gegensatz zu den Lehrern richtig und gewannen somit. Die witzige Moderation zweier Schüler, die Vorführungen und die folgenden Erklärungen machten diesen Beitrag zu einem äußerst unterhaltsamen Programmpunkt.

Weitere originelle Inszenierungen waren die Theateraufführung „Fluch der Karibik“, in der mit Hilfe der Chemie ein Schatz gefunden wurde, und die Demonstration „Kochsalz-Mensch-Strom“, in der die Schüler als Ionen über die Bühne wanderten und erklärten, warum der menschliche Körper Strom weiterleitet.

Selbst in der Pause wurde es nicht langweilig. Bei einem Rundgang durch verschiedene Räume konnte man sich im Biologie-Puzzle-Spielen üben, Ausstellungen besuchen oder weiter physikalische Experimente bewundern.

So sieht Schule heute aus

Susanne Hofmann war am Ende glücklich über die gelungene Veranstaltung, mit der auch sie überrascht worden sei. Mit sehr viel Spaß hätten die Akteure die Naturwissenschaften kreativ und lebendig präsentiert und damit gezeigt, wie Schule heute aussieht, sagte sie. Dies sei ein toller Abschluss der Jahresaktivitäten zum 100-jährigen Bestehen des Altbaus gewesen.

Von Vera Hettenhausen

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