Mario Reymond über kaputte Straßen

Die Pflege vergessen

Mit den Straßen ist es so wie mit vielen anderen Dingen des Lebens auch. Was gepflegt wird, hält länger. Aber die Pflege ist nicht billig. Das gilt auch für Straßen. Und in Zeiten der wirtschaftlichen Krise sind die Kassen der Städte und Gemeinden leer. Auch Bund und Land können eigentlich kein Geld mehr verteilen. Und wenn doch, dann beruhen die Ausgaben auf neuen Schulden. In den vergangenen Jahren waren die öffentlichen Kassen zwar auch nicht prall gefüllt, aber bei genauerer Planung in vielen Rathäusern wäre das große Schlagloch-Chaos in diesem Jahr ausgeblieben. Statt vernünftiger Sanierungsarbeit wurde oft nur Flickschusterei betrieben, um Geld in andere Projekte stecken zu können. Auch wenn es den politisch Verantwortlichen bekannt ist, dass solche Ausbesserungsarbeiten nicht lange halten. Maximal bis zur nächsten Frostperiode. Dann nämlich, wenn sich das Wasser durch bereits vorhandene Risse den Weg nach unten sucht. Vorgeschädigte Straßenabschnitte bekommen dann den Rest. Und das sind viele, viel zu viele.

reymond@hersfelder-zeitung.de

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