Hartmut und Katrin Sippel aus Sorga lassen der Natur in ihrem Garten freien Lauf

Pflanzen mit Geschichte

Katrin und Hartmut Sippel neben ihrem selbst angelegten Steingarten, wo die verschiedensten Sukkulenten und Zwergsträucher für die Bienen angepflanzt sind. Hinter dem Steingarten befindet sich das Gewächshaus. Foto: Schiller

Sorga. Schon bevor man in den Garten hinter dem Haus der Sippels eintritt, kann man allerlei Gewächse bewundern. Auf dem Hof befindet sich zum Beispiel ein kleiner Steingarten, der mit Pflanzen aus England bestückt ist.

Überall in dem naturnahem Garten findet man Mitbringsel aus den verschiedensten Ländern. Einige der Pflanzen sind Geschenke von guten Freunden, somit hat jede von ihnen eine eigene Geschichte. Natürlich säen Hartmut und Katrin Sippel ihre Pflanzen auch selbst. Zum Beispiel haben sie aus Valencia Samen des Blasenbaums mitgebracht und eingesät. Die Bäume werden später bis zu 20 Meter hoch.

Man erkennt sofort die Vorliebe für Sukkulenten. Sukkulenten sind sogenannte Dickblattpflanzen die im Sommer draußen bleiben, im Winter aber nach drinnen geholt werden. Einige stehen dann auch im Gewächshaus, in dem sich momentan noch Tomatensträucher befinden. Mehrere Hundert von ihnen kann man bewundern, circa 200 davon sind Kakteen, die auch zu der Gattung der Sukkulenten gehören. Neben dem Gewächshaus wurde ein weiterer Steingarten angelegt. Dort findet man auch eingewachsene „Winterkakteen“.

Pflanzen für die Bienen

Den Sippels ist es wichtig, dass in ihrem Garten Pflanzen wachsen, die für Tiere, vor allem für Bienen interessant sind. Deshalb findet man neben den Mitbringseln die unterschiedlichsten heimischen Pflanzen. „Wir haben selber Bienen, deshalb achten wir darauf, dass wir bienenfreundliche Gewächse anpflanzen.“

Da das Ehepaar noch einen anderen Garten besitzt, wo Obst und Gemüse angebaut werden, fällt das Gemüsebeet verhältnismäßig klein aus. Neben Mangold, Broccoli, Küchenkräutern und Salat, wachsen in ihrem Garten auch Apfelbäume, ein Pfirsichbaum und eine Birnen-Quitte, sowie Johannisbeeren. Am Haus der Sippels ranken sich Weinstöcke. Außerdem wachsen überall Blumen, wie Taglilien, Zwergsträucher für die Bienen und Mohn.

Wenn Besucher durch den verwinkelten Garten stöbern, finden sie eine zugewachsene Kompostanlage und einen Teich, den die Sippels vor zwei Jahren angelegt haben. Das Wasser dafür kommt aus der Regenwasserzisterne. Fische sucht man allerdings vergeblich. „In den Teich sollen nur Sachen, die von selber ihren Weg hineinfinden“, sagt Hartmut Sippel. Das Grundstück der Sippels erstreckt sich über circa 1000 Quadratmeter, ungefähr 700 davon sind Garten.

Liebe zur Vielfalt

Hartmut und Katrin Sippel mögen vor allem die Vielfalt in ihrem Garten und die Beziehung zwischen Pflanzen und Tieren. Der Garten wirkt auf den ersten Blick etwas ungeordnet. Doch die Anordnung ist wohl überlegt, trotzdem lassen sie der Natur ihren freien Lauf. „Ich würde sagen es ist ein Mix aus menschlicher Ordnung und natürlicher Unordnung“, meint Hartmut Sippel.

Von Jana Schiller

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