Stamm Wisent organisierte zum 35-jährigen Bestehen einen Harry-Potter-Familientag

Pfadfinder in Hogwarts

Blind durch den Wald: Beim Familientag zeigten die Pfadfinder ihren Eltern und Geschwistern, wie man sich in der Natur orientiert. Spielerisch wurden unter anderem Bäume entdeckt. Foto: Rössing

Bad Hersfeld. Viel zu feiern hatte der Pfadfinderstamm Wisent vom Bund der Pfadfinder (BdP): Ein ganzes Wochenende Sommerlager und das 35-jährige Bestehen. Unter dem Motto „Harry Potter“ wurde drei Tage lang auf dem Vereinsgelände auf dem Tageberg campiert.

„Jeder Teilnehmer bekam eine Rolle, in der er das ganze Wochenende agiert hat“, erklärt die stellvertretende Stammesführerin Raquel Falbe. „Wir haben eine Hogwarts-Sommerschule für die Kinder organisiert“, präzisiert die 20-Jährige. So konnten Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren verschiedene Spiele spielen und Pfadfindertricks lernen. Über das Jahr unternimmt Stamm Wisent viele Aktionen.

Neben den Gruppentreffen fahren sie im Winter gemeinsam für einige Tage weg. „Diese Fahrt führt meistens zu Freizeitstätten in Hessen“, erklärt Raquel Falbe. Zu Pfingsten wird jährlich ein großes Lager mit anderen Stämmen organisiert. „Zurzeit haben wir etwa 30 aktive Mitglieder“, sagt Lea Schmerbach, die ebenfalls als stellvertretende Stammesführerin gewählt wurde. „Wir sind drei Stammesleiter und haben sieben Gruppenführungen.“ Die Kinder werden je nach Alter den Gruppen zugeteilt.

Wanderungen im Ausland

In den Sommerferien unternehmen die Älteren auch längere Wanderungen, zumeist ins Ausland. „Zuletzt waren wir für drei Wochen in Rumänien. Dort haben wir in der Kinderbetreuung mitgearbeitet und Ferienspiele organisiert“, resümiert Louisa Nachtmann, die mit 17 Jahren bereits die Stammesführung inne hat.

Spiel und Spaß im Wald

Zum Abschluss des Sommerlagers stand nun ein Familientag auf dem Programm. Gefeiert wurde das 35-jährige Bestehen des Stamms. „Wir haben Eltern und Geschwister der Pfadfinder eingeladen, um ihnen zu zeigen, was wir bei unseren Treffen alles machen“, erklärt Louisa Nachtmann. Dazu organisierten die Pfadfinder einen Rundgang, an jeder Station wurden Gruppenspiele gespielt.

So ging es von „Gleis neundreiviertel“ über Hagirds magische Zaubergeschöpfe auch weiter in ein nahegelegenes Waldstück. Hier konnten Kinder und Eltern ihren Orientierungssinn erproben. Die Aufgabe: Den Partner mit verbundenen Augen quer durch das Unterholz zu einem Baum führen. Nach ausgiebigem Ertasten, muss der richtige Baum mit offenen Augen wiedergefunden werden. Auch die Gäste vom Stamm der Mückenstürmer (Pfadfinder vom Johannesberg) hatten dabei ihren Spaß.

Der regnerische und ereignisreiche Tag fand dann bei einem gemeinsamen Essen seinen Ausklang.

Die Pfadfinder vom Stamm Wisent treffen sich wöchentlich. Für alle Kinder von sechs bis 14 Jahren sind die Treffen montags von 16.15 bis 18 Uhr. Ab 14 Jahren aufwärts kommt die Gruppe dienstags von 16 bis 17.30 Uhr zusammen.

Von Sarah Rössing

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