Personalfragen, Übergänge und Überangebot

Karl Schönholtz

Das neue Jahr hat kaum begonnen, da stellen sich auch schon einige Personalfragen, die in den kommenden Monaten beantwortet werden müssen. Beispielsweise bei der Bad Hersfelder CDU, die noch immer nach einer beziehungsweise nach einem neuen Stadtverbandsvorsitzenden sucht. Beim Jahresrückblick unserer Zeitung fiel ins Auge, dass Bad Hersfeld derzeit ohne Feuermeister auskommen muss. Der ist zwar erst im zeitlichen Umfeld des Lullusfestes unverzichtbar, doch auch bei anderen Gelegenheiten ein willkommener Repräsentant der Stadt.

Ein Kandidat scheint auch schon gefunden: Metzgermeister Klaus Otto. Dem Vernehmen nach soll am Dienstag eine Pressekonferenz stattfinden. Und dann wird auch noch ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Dekan Ulrich Brill gefunden werden müssen, der in den Ruhestand geht. Auch dies eine Position mit erheblicher Außenwirkung.

Kurz vor beziehungsweise mit dem Jahreswechsel haben sich in Bad Hersfeld zwei Geschäfte mit langer Tradition verabschiedet: Beim Schuhhaus Prentzell in der Klausstraße hat der Umbau für den Nachfolger bereits begonnen, und am Linggplatz hat das Café Klingelhöfer auch nur vorübergehend geschlossen – allerdings voraussichtlich bis zum Frühjahr. In beiden Fällen wurden im Stadtgespräch jede Menge Namen für die Übernahme kolportiert, darunter auch Großbetriebe, die sich hier angeblich mit weiteren Filialen breitmachen wollten. Aber das ist glücklicherweise nicht der Fall, beide Häuser werden wohl ganz privat und eher im familiären Rahmen weitergeführt.

Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigt, dass die gute, alte Bad Hersfelder Stadthalle in letzter Zeit so gefragt ist wie lange nicht. Was da an Kabarett, Musical, Ballett und anderem geboten wurde und in den kommenden Wochen geboten wird – von den städtischen Theateraufführungen ganz zu schweigen –, das verschafft den potenziellen Besuchern die Qual der Wahl. Denn wenn nach Weihnachten überhaupt noch Geld für so etwas im Portemonnaie übrig ist, können auch diese Euros nur einmal ausgegeben werden. So kann es denn passieren, dass manche Veranstaltung mangels Interesse abgesagt werden muss oder vor beschämend kleiner Zuschauerkulisse stattfindet. Wie dem auch sei: Noch können wir uns auch in dieser Hinsicht über ein erstaunlich großes kulturelles Angebot neben Festspielen und Buchcafé freuen.

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