Personal-Karussell und Termin-Taktieren

Kai A. Struthoff

Die Wirtschaftsförderung im Kreis Hersfeld-Rotenburg muss sich offenbar einen neuen Chef suchen. Der Flurfunk meldet, dass sich Erhard Berleth nach gut 15 Jahren einen neuen Job gesucht hat. Dem Vernehmen nach wollte er mit 50 Jahren nochmal neu durchstarten, bleibt aber wohl Bad Hersfeld zumindest als Einwohner erhalten.

Alles im Konjunktiv – versteht sich: Denn obwohl Berleth für viele Firmen und Unternehmer im Kreis ein wichtiger Ansprechpartner ist und eine Schlüsseposition in der Kreisverwaltung bekleidet, hat sich sein oberster Dienstherr, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, noch nicht zu der Personalie geäußert. Zeit wird’s, denn Berleths Vertrag soll angeblich Ende Januar auslaufen.

Spannend ist auch die Frage des Nachfolgers. Dem bisherigen Vize, Bernd Rudolph, bisher zuständig für Standortmarketing, werden durchaus Ambitionen auf den Job nachgesagt.

Freuen dürfte sich wohl Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling über diese Nachricht. Er hat immer wieder offen Kritik an der Wirtschaftsförderung geübt. Vielleicht gibt es ja jetzt die Chance für einen gemeinsamen Neuanfang.

Und noch eine Personalie: Als Kurdirektor kam Christian Mayer vor drei Jahren nach Bad Hersfeld, und die Leitung des städtischen Kurbetriebs wird ab nächstem Monat wieder seine hauptsächliche Aufgabe sein. Sein zwischenzeitliches Engagement in der Mitmach-Ausstellung „wortreich“ (und der kaum zu leistende Spagat zwischen zwei Arbeitsfeldern, von denen jedes eigentlich den ganzen Mayer gefordert hat) wird beendet, seine Position als Geschäftsführer neu besetzt. Mit einer Frau, wie man hört.

Die Frage des Wahltermins wurde am Rande des Hessen-Gipfels in Friedwald heiß diskutiert. Noch gibt es weder für den Bundestag noch für den Landtag ein Datum. Aber eine Zusammenlegung beider Urnengänge wird schon aus Kostengründen immer wahrscheinlicher.

Hinter den Kulissen freuen sich die Sozialdemokraten über die mögliche Zusammenlegung. Immerhin ist die Beteiligung an Bundestagswahlen deutlich höher als bei anderen Abstimmungen. Außerdem wäre der Wahlmarathon bis zu einem zweiten Wahltermin Ende 2013/Anfang 2014 für die hessischen Genossen und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer sonst arg lang und die Luft auch vielleicht raus.

Es könnte sogar sein, dass noch eine weitere wichtige Entscheidung an diesem Tag fallen soll. Wir hören, dass man auch in Bebra überlegt, die anstehenden Bürgermeisterwahlen an diesem Tag abzuhalten.

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