Pianist Menachem Har-Zahav gastierte in der Stadthalle in Bad Hersfeld

Perlen der Klavierliteratur

Menachem Har-Zahav präsentierte ein anspruchsvolles Soloprogramm am Klavier in der Stadthalle Bad Hersfeld. Foto: ast

Bad Hersfeld. Der israelisch-amerikanische Pianist Menachem Har-Zahav war am vergangenen Samstag mit seinem Soloprogramm „Perlen der Klavierliteratur 2“ zum fünften Mal in der Stadthalle Bad Hersfeld zu Gast. Veranstalterin Vera Weston machte in der Begrüßung zu Beginn des Nachmittagskonzertes das Frühlingserwachen mit dem herrlichen Sonnenschein für den schwachen Besuch verantwortlich. Erfreulicherweise hatten viele Kinder von dem Angebot des Künstlers zum kostenlosen Konzertbesuch Gebrauch gemacht.

Melancholisch-weich

Menachem Har-Zahav eröffnete das Konzert mit der Balade in g - moll Opus 23 von Frederic Chopin. Sensibel und empfindsam interpretierte er die Komposition mit der Bandbreite zwischen melancholisch-weichen und kraftvoll zupackenden Passagen in einer Weise, dass die enge Vertrautheit mit dem Werk Chopins zu spüren war.

Menachem Har - Zahav gibt sich unprätentiös, ohne große Gesten, eher leicht unterkühlt mit leidenschaftlicher Sachlichkeit.

Virtuos folgten vor der Pause mit technisch brillantem Spiel ohne falsche Sentimentalität Werke von Serge Rachmaninoff und Klavierstücke von Johannes Brahms. Nach der Pause wurde das Publikum mit den „Three Preludes“ von George Gershwin auf den Besuch des für 2015 geplanten Programms „I got Rhythm –eine Klavierhommage an George Gershwin“ eingestimmt. Bei „La plus que lente“ und „Danse“ von Claude Debussy überzeugte Har-Zahev mit dem Farbenspiel der Klänge ebenso wie bei Franz Liszts „Etude Nr.10 in f - moll.

Das Publikum dankte mit freundlichem Beifall, der zu Zugaben führte. Familie Sommer war mit ihren beiden Söhnen Levi (5 Jahre) und Sem (3 Jahre) aus Breitenbach am Herzberg angereist. Frau Sommer: „Wir verfolgen im Internet die Konzerte der Berliner Philharmonie. Wir wollen, dass die Kinder ein Live-Konzert erleben“. Und Levi ergänzt: „Das Konzert war sehr schön“. (ast)

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