Zauberhafte Inszenierung der „Kleinen Leute von Swabedoo“ in Wilhelm-Neuhaus-Schule

Ein Pelzchen für Freunde

Eine gelungene Inszenierung der Geschichte der „Kleinen Leute von Swabedoo“ präsentierten die Theatergruppe und der Chor der Wilhelm-Neuhaus-Schule vor Kulissen, die die Kunst-AG gestaltet hatte. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Dreimal ertönte die Festspielfanfare, dann zogen die kleinen Leute von Swabedoo auf ihren Marktplatz in der Turnhalle der Wilhelm-Neuhaus-Schule. Mit diesem Beginn wurde dem Publikum gleich deutlich angesagt: „Was die Großen in der Ruine machen, können wir auch.“

Das bestätigte dann auch die folgende Aufführung des Musicals „Die kleinen Leute von Swabedoo“. Textsicher und stark im Spiel sorgten die Akteure für dauerhafte Begeisterung im Publikum. Anette Hohmann war es gelungen, mit ihren „Flöhen“ der Theater-AG und dem Schulchor eine bunte Mischung von Schauspiel, Gesang und Tanz zu inszenieren. Schüler waren es auch, die für Licht und Ton sorgten.

50 Kinder im Festspielfieber

Etwa 50 Kinder hatte seit Wochen das Festspielfieber gepackt, beschrieb Hohmann die Vorfreude auf die Aufführungen. Alles funktionierte letztendlich hervorragend. In der Turnhalle war sowohl bei der morgendlichen Generalprobe als auch in der Abendvorstellung kaum ein Platz frei.

Das Publikum ließ sich in die anfangs noch liebenswerte Welt der Swabedooer führen, indem sie der Erzählung von der Fee mit dem Namen „Der gute Gedanke“ folgten. Der Junge Jonas wollte nicht mit seinen Freunden teilen, da erschien ihm die gute Fee. Von ihr hörte er, dass die Swabedooer gerne warme, weiche Pelzchen verschenkt haben, um ihren Mitmenschen damit zu sagen: „Ich mag dich“. Alle waren glücklich und zufrieden, bis ein grüner Kobold eifersüchtig Unfrieden stiftete. Es wurde nicht mehr gelacht, die Leute waren misstrauisch und mürrisch. Am Ende wurden sie sogar krank, viele starben. „Rückgraterweichung“ diagnostizierte die gute Fee. Natürlich ging das Märchen am Ende gut aus und alle schenkten sich wieder die Pelzchen.

Das heiter-besinnliche Musiktheater von Ulrike Niemann wurde vor einer Kulisse der Kunst-AG auf der Bühne präsentiert, die dem Hersfelder Marktplatz sehr ähnelte. Ganz bewusst sei dies entworfen worden, um zu zeigen, dass die Welt von Swabedoo überall sein kann, erklärte Hohmann. Es war eine stimmige, unterhaltsame Aufführung.

Das Publikum, vor allem das jüngere, stampfte fleißig mit, wenn der grüne Kobold mit seinem hinkenden Gang erschien. Und alle sangen fröhlich den vom Schulchor vorgetragenen „Swabedooer Blues“.

Von Vera Hettenhausen

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