Verdis „Don Giovanni“ und Mozarts „Rigoletto“ bei den 33. Opernfestspielen

Paukenschläge in der Ruine

Voller Vorfreude auf die Opernfestspiele: Alf Rothe (von links, Vorsitzender des Arbeitskreises für Musik), Jürgen Glaube (Bühnenmeister), Renata von Trott zu Solz (stellvertretende Vorsitzende), Hugo Wieg (Regisseur Rigoletto), Prof. Siegfried Heinrich (künstlerischer Direktor), Dr. Thomas Wurzel (Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen als wichtiger Sponsor der Opernfestspiele) und Wolfgang Kurth (Sparkasse Hersfeld). Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Wenn heute die 62. Bad Hersfelder Festspiele beginnen, stehen auch der Arbeitskreis für Musik Bad Hersfeld und alle weiteren Mitwirkenden bereits in den Startlöchern. Die Bad Hersfelder Festspielkonzerte gehen in die 52. Saison und die Opernfestspiele in die 33.

Die Festspielkonzerte beginnen am Samstag, 16. Juni, um 16 Uhr in der Stiftsruine mit einem Familienkonzert des Sinfonieorchesters „Sinfonia Silesia“ aus dem polnischen Kattowitz unter der Leitung von Siegfried Heinrich, dem künstlerischen Direktor der Konzerte und der Opernfestspiele.

Die Musiker laden ein zur „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ von Joseph Haydn und zum Singspiel „Bastien und Bastienne“, das Wolfgang Amadeus Mozart mit gerade einmal zwölf Jahren komponierte und vor allem die jüngsten Zuhörer ansprechen soll. Der „Paukenschlag“, so heißt es, sollte eingeschlafene Zuhörer wecken – auf der Bühne der Stiftsruine soll die Sinfonie Nr. 94 G-Dur die Lust auf die insgesamt 19 Konzerte der Reihe wecken.

Im Mittelpunkt der 33. Bad Hersfelder Opernfestspiele stehen mit Mozarts „Don Giovanni“ (Premiere am 9. August) und Giuseppe Verdis „Rigoletto“ (Premiere am 8. August) dann zwei populäre Opern. Zentrale Figuren sind jeweils Männer, die sich in Konflikten mit Frauen befinden. Ein durchscheinendes Thema ist außerdem die Annahme, dass es für jede Frau nur den einen Mann gibt.

Missverständnisse durch Schein und Sein, Wahrheit und Unwahrheit sind ebenso von Bedeutung. „Die Frauen wollen die Männer auf den Weg der Wahrheit führen, das ist in fast allen Opern so“, fasst Rigoletto-Regisseur Hugo Wieg eines der Kernthemen zusammen. Trotz aller Tragik verspricht er dem Publikum auch Humor. Bei der Umsetzung setzt Wieg auf „so wenig Bühnenbild wie möglich, aber so viel wie nötig“.

„Virtuosi Brunensis“ spielt

„Don Giovanni“ wird von Heinz-Lukas Kindermann inszeniert, der zum ersten Mal bei den Bad Hersfelder Opernfestspielen mitwirkt. Für beide Opern stehen das Orchester „Virtuosi Brunensis“ aus dem tschechischen Brünn sowie der Bad Hersfelder Festspielchor, verstärkt durch Mitglieder des Posener Bachchores und des Marburger und Frankfurter Konzertchores zur Verfügung. Solisten sind unter anderem Martin Kronthaler als Rigoletto und Sujin Lee als Gilda sowie Vitaly Yushmanov als Don Giovanni und Anli Sasaki als Donna Anna. Hervorheben möchte Siegfried Heinrich aber eigentlich niemanden: „Alle Künstler sind exzellente Vertreter ihres Fachs und hervorragend.“

Das komplette Programm mit allen Darbietungen in der Ruine und im Johann-Sebastian-Bach-Haus ist auf der Internetseite des Arbeitskreises für Musik unter www.oper-hersfeld.de zu finden. Text LINKS

Von Nadine Maaz

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