Die „Matching Ties“ gastierten zum zehnten Mal im Bad Hersfelder Buchcafé

Mit passenden Schlipsen

Passende Schlipse: Der Amerikaner Paul Stowe (Mitte) und sein englischer Partner Trevor Morris (rechts) spielten am Freitagabend zum zehnten Mal im Bad Hersfelder Buchcafé. Diesmal hatten sie den irischen Geiger Peter Corbett (links) als Verstärkung der „Matching Ties“ mitgebracht. Foto: Werner Rödiger

Bad Hersfeld. Die „Matching Ties“ (zu deutsch: die zusammenpassenden Krawatten) touren schon seit 1986 durch Europa und die Vereinigten Staaten und spielen dort in allerlei Live-Clubs, Kneipen und auf diversen Folk- & Country-Festivals ihre keltisch geprägte Folkmusik.

Kern der Gruppe sind zwei echte Urgesteine der Celtic-Folk-Szene: Gitarrist Paul Stowe aus Salt Lake City/USA und Trevor Morris aus London/England an der Mandoline. Im Bad Hersfelder Buchcafé machen die beide schon seit vielen Jahren regelmäßig Station und spielen dort vor vielen treuen Fans ihre temperamentvolle Gute-Laune-Musik.

Mit Verstärkung

Am Freitagabend traten die „Matching Ties“ zum zehnten Mal in Bad Hersfeld auf. Diesmal brachten die beiden Vollblutmusikanten noch Verstärkung mit. Der irische Geiger Peter Corbett ergänzte das Duo zum Trio und entlockte seiner „Fiddle“ diese typisch irischen Jiggs, die man häufig auch in der amerikanischen Country-Musik wieder findet.

Die „Matching Ties“ spielen ihre, zum Teil atemberaubend schnellen Folkweisen mit ehrlichem Schweiß. Ihre Lieder strotzen nur so vor positiver Energie und man spürt sofort, dass die Musiker ihren puristischen Musikstil nicht nur lieben, sondern auch leben.

Die Abstimmungsniederlage der schottischen Separatisten am Freitagmorgen spielte auch für die „Matching Ties“ eine wichtige Rolle. Der Ire Peter Corbett fühlt im Herzen mit den unterlegenen Schotten, der Engländer Trevor Morris freut sich über den Fortbestand des Vereinigten Königreichs und der neutrale US-Amerikaner Paul Stowe muss laut eigener Aussage zwischen den beiden die politischen Diskussionen moderieren und notfalls auch schon mal schlichtend eingreifen. Einig sind die drei sich jedoch immer, wenn es um das nächste Stück im Programm geht. Mit Inbrunst singen sie die mehrstimmigen Refrains ihrer Songs während ihre flinken Finger bei häufig rasant-schnellen Läufen über die Saiten ihrer Instrumente nur so zu fliegen scheinen. Neben Folk- und Country/Bluegrass-Songs fanden sich auch einige gefühlvolle Balladen im aktuellen Programm des Trios und erweiterten die stilistische Palette der drei sympathischen Musikanten. Begeisterter Applaus erklang nach jedem einzelnen Lied der „Matching Ties“. Das Buchcafé-Publikum belohnte das Trio für seine durch und durch überzeugende musikalische Darbietung mit lautstarken Ovationen und entließ die drei Folkmusiker erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Von Werner Rödiger

Kommentare