Bei der Weiberfastnacht in Sorga feierten nicht nur die Damen im Saal ausgelassen

Party bis zum Abwinken

Brachte das Publikum im Glitzerfummel und mit ihrem katholischen BH zum Toben: Vollblutweib Eulalia (Petra Schuster) durfte bei der Sorgaer Weiberfastnacht nicht fehlen. Fotos: Maaz

Sorga. Das offizielle Programm hatte noch gar nicht begonnen, da wurde bei der Sorgaer Weiberfastnacht am Donnerstagabend schon auf den Bänken getanzt. Und nicht nur fantasievoll verkleidete Damen schunkelten im Takt zur Partymusik des beliebten Duos Malibu, sondern auch zahlreiche Herren in Frauenkleidern.

Sitzungspräsidentin Elke Hildebrand und ihr jeckes Team hatten wieder ein buntes Programm mit neuen und altbewährten Acts zusammengestellt, das „die Hütte zum Kochen bringen“ sollte und vor allem im zweiten Teil die Stimmung im Saal ordentlich anheizte. Zu Beginn gab es im Publikum ein wenig Unmut, weil die die Auftritte begleitende Musik zu leise war, was allerdings schnell behoben werden konnte.

Höhepunkt und Liebling des Abends war einmal mehr Vollblutweib Eulalia, die von ihrem Alltag mit Ehemann Jupp erzählte, der zwar keine Arbeit findet, dafür aber ein neue Stellung hat... Zum Brüllen komisch fand das Publikum Eulalias Disco-Erlebnis im Ausbacher „Red Apple“ – und kam auch gleich in den Genuss einer erotischen Tanzeinlage im Glitzerfummel.

Außerdem erfuhr das Publikum, was ihre Eulalia so drunter trägt, einen katholischen BH nämlich, ohne den gleich zwei auf die Knie fallen. Klar, dass eine Zugabe gefordert wurde, auch wenn Elke Hildebrand dies eigentlich „untersagt“ hatte. Doch Eulalia durfte nochmal ran.

Die Turnerinnen des TVH zeigten sich gelenkig, die Twirling Group aus Arzell brachte eine prächtige Tarzan-und-Jane-Darbietung auf die Bühne, und die Jimmy Choos vom TSV Sorga trieben es bunt. Ein wenig unter ging der „Baller-Mann“ aus Sorga, der ohnehin unter Kopfschmerzen vom Kölschtrinken litt. Die Wendehälse Oberhaun zeigten eine witzige Flamingo-Show, und zum ersten Mal im Abendprogramm trat Funkenmariechen Kim Gerlach vom TSV Sorga auf.

Mit Partymusik von Pur oder Mickie Krause unterhielt das Duo Malibu die Narren während der Umbaupausen, nicht fehlen durfte natürlich der Gangnam Style von Psy, der auch auf der Bühne gleich mehrfach getanzt wurde.

Als Puppen mit weißen Masken trat das Männerballett aus Neukirchen auf. Cowboy und Indianer spielten die Sparkling Diamonds und das Solztalballett, die Tanzgruppe des FC Neukirchen riss die Gäste mit ihrer farbenfrohen Freakshow mit. Nicht weniger Applaus bekamen die Eichhof-Elfen für ihren Auftritt in Regenmänteln und Glitzerwesten. Den würdigen Abschluss bildeten ganz cool die Sorgaer Jungs von Triple X mit ihrer Fliegershow.

Nach dem letzten Auftritt im Programm war in Sorga natürlich längst nicht Schluss. „Tanzen bis zum Abwinken“ lautete das Motto – und es dauert nicht lange, bis die erste Polonaise gestartet wurde.

Von Nadine Maaz

Weiberfastnacht in Sorga

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