Logistiker und potenzielle Mitstreiter tagten erstmals in Bad Hersfeld

Partnerschaft, die bewegt

Aus Teilen ein Ganzes: Das Logo des ersten Logistik-Dialogs Nordhessen illustriert die Stoßrichtung des Forums. Unser Bild zeigt von links Michael Kluger vom Regionalmanagement Nordhessen, Professor Dr. Stefan Walter von der HOLM-Gründungs-Initiative sowie Ministerialdirigent Bernhard Maßberg aus dem Hessischen Wirtschaftsministerium. Auf der rechten Seite stehen die Mitorganisatoren des Forums, Uwe Berndt von der Agentur Mainblick, Erhard Berleth, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg sowie Georg Köhler, Geschäftsführer der in Niederaula ansässigen Speditions-Kooperation System Alliance (ebenfalls von links). Foto: Hornickel

Bad Hersfeld. Mehr Wertschöpfung in der Logistik durch Zusammenarbeit statt Konkurrenz – das war das Leitthema des ersten Logistik-Dialogs Nordhessen, der am Mittwoch in der Bad Hersfelder Stadthalle stattfand.

Rund 50 regionale und überregionale Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gaben sich in der Nabe der Logistik-Drehscheibe Waldhessen ein Stelldichein.

Die Organisatoren waren sowohl mit der Anzahl der Teilnehmer an der Premiere als auch mit der Bandbreite der Interessenten so zufrieden, dass eine Fortsetzung des Forums rund um die neuen Trends im Transport- und Logistikgewerbe abgemachte Sache ist.

Die Branche bewegt nicht nur Güter in ständig kleineren Zeitfenstern, sondern ist selbst auch in Bewegung. Die Wettbewerbssituation in der Logistikbranche hat sich durch die weltweit aufgestellten Großkonzerne so verschärft, dass sich der Mittelstand im Transportgewerbe überlegen muss, wie lange er noch auf sich allein gestellt wirtschaften kann. Die Mittelständler fahren zu sinkenden Preisen mit den Kollegen um die Wette. Die Frage ist, wie lange das gutgehen kann.

Die Veranstalter, das Mobilitätsnetzwerk Nordhessen, die Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg und die auf Logistiker spezialisierte PR-Agentur Mainblick, hatten deshalb die Premiere des offenen Forums unter die provokante Frage „Konkurrenz oder Kooperation?“ gestellt. Während des Nachmittages gab es nicht nur Fachvorträge, sondern auch Gelegenheit zum persönlichen Dialog.

Reiches Umfeld

Neben innovativen Logistikdiensleistern und Spediteuren aus Bad Hersfeld und dem nordhessischen Raum kamen auch Vertreter von Baufirmen, Projektentwickler, der Firmenbetreuer der Agentur für Arbeit, Bänker, Rechtsanwälte, spezialisierte Medienvertreter, aber auch ein heimischer Mineralöl-Großhändler zu der Veranstaltung

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Erhard Berleth, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg, und von Uwe Berndt, dem Geschäftsführer der Marketing-Agentur Mainblick. Die Landesregierung vertrat Ministerialdirigent Bernhard Maßberg aus dem hessischen Wirtschaftsministerium. Die Arbeit des Clusters Mobilität unter dem Dach des Regionalmanagements Nordhessen, ein strukturpolitisches Netzwerk, stellte Michael Kluger vor. Sascha Gutzeit, der Geschäftsführer des Innovations-und Rationalisierungszentrums Hessen, präsentierte die Logistik-Angebote und die Netzwerke des RKW Hessen.

Wissenschaft und Wirtschaft

Wie Wissenschaft und Wirtschaft sinnvoll Hand in Hand arbeiten, erläuterte Professor Dr. Stefan Walter von der HOLM-Gründungsinitiative. Die praktische Seite eines Logistik-Netzwerkes, in dem kleine Unternehmen Hand in Hand mit großen Logistikern arbeiten, schilderte Georg Köhler, der Geschäftsführer der System Alliance aus Niederaula.

Von Kurt Hornickel

Kommentare