Parkgebühren, Feuchttücher und große Familienfeste

Hallo liebe Leserinnen und Leser in Bad Hersfeld, acht Monate nachdem in Bad Salzungen wieder Parkgebühren eingeführt wurden, ist das Thema kein Aufreger mehr. Der stellvertretende Leiter des Ordnungsamtes, Roland Förster, erklärte jetzt, dass die gebührenpflichtigen Parkplätze gut angenommen werden.

Und es gibt sogar einen positiven Nebeneffekt: Wer jetzt in der Kurstadt einen Parkplatz sucht, hat in der Regel keine Probleme. Dort, wo sich vor dem Aufstellen der Parkautomaten die Autos nahezu stapelten, findet sich nun meist immer eine Lücke. 12 000 bis 14 000 Fahrzeuge stehen im Monat durchschnittlich auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen. Gut angenommen wird laut Förster die sogenannte Brötchen-Taste, die 20 Minuten kostenfreies Parken ermöglicht.

Und wer kein Geld bezahlen möchte, kann immer noch in Bad Salzungen sein Auto abstellen. Den 337 gebührenpflichtigen Parkplätzen stehen im Stadtgebiet etwa 600 gebührenfreie gegenüber. Hier muss jedoch ein etwas weiterer Fußweg in die Innenstadt eingeplant werden.

Mit einem eindringlichen Appell wandte sich der Salzunger Wasser- und Abwasserverband dieser Tage an die Öffentlichkeit. Denn der Verband hat zunehmend mit Verunreinigungen im Kanal zu kämpfen. In erster Linie sind es Feuchttücher, die die Abwasserpumpen lahmlegen und den Betrieb der Kläranlagen beeinträchtigen. Laut Wolfgang Mahret vom Verband bilden sich meterlange Feuchttuch-Schlangen, die das Abwassersystem verstopfen. In der Kläranlage schwimmen die Tücher oben und stören die biologischen Prozesse. Deshalb seine Bitte: Feuchttücher nicht in der Toilette entsorgen, sondern im Hausmüll.

Im Wartburgkreis beginnt heute für 1130 Schulanfänger der Ernst des Lebens. Ihre Zuckertüten haben die Jungen und Mädchen bereits überreicht bekommen. Die 34 Grundschulen der Region organisieren traditionell am letzten Samstag in den Ferien Feierstunden für ihre Schützlinge. Anders als in den alten Bundesländern wird die Schuleinführung in Thüringen mit einem großen Familienfest mit nicht selten 30 Gästen und mehr gefeiert.

marie-luise.otto@stz-online.de

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