An der Modellschule Obersberg entsteht mit Hilfe von Sponsoren ein Feuchtbiotop

Paradies für Amphibien

Erdaushub für das Feuchtbiotop an der Modellschule Obersberg: Das Bild zeigt von links Arne Keweloh, Anja Csenar (Landkreis), Karl Heinz Humburg (Lehrer), Horst Müller (Bickhardt Bau), Dr. Markus Monzel (DGHT), Daniel Schön (DGHT) und Schulleiter Karsten Backhaus. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. Ob Bergmolch, Erdkröte, Zauneidechse oder Ringelnatter: Heimische Amphibien und Reptilien sollen sich demnächst im Feuchtbiotop der Modellschule Obersberg (MSO) ansiedeln. Mit dem Aushub für sieben Teiche unterschiedlicher Größe ist gestern im Beisein von einigen Schülern, Lehrern und Förderern begonnen worden.

Das Feuchtbiotop, das auf einer bisher ungenutzten rund 1000 Quadratmeter großen Grünflächen am ehemaligen Sportplatz hinter dem Schulgebäude in Waldnähe entsteht, soll das seit über 20 Jahren bestehende Vivarium der Schule ergänzen. Die Idee dazu hatte Biologie-Lehrer Karl Heinz Humburg. „Mit dem Projekt wollen wir den Artenschutz begreifbar machen und erreichen, dass unsere Schüler anschauliche und nachhaltige Umweltbildung direkt in der Natur erfahren“, so Humburg.

Mit 1500 Euro wird das Umweltbildungsprojekt von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terraristik (DGHT) zusammen mit der Firma Keweloh aus Neuenkirchen gefördert. Die Firma Bickhardt Bau aus Kirchheim hat einen Bagger und einen Mitarbeiter für die Aushubarbeiten gestellt, der Landkreis finanziert einen Zaun für das Biotop.

„Uns hat vor allem die Komplexität des Projekts und das breit gefächerte Angebot der Schule zum Thema Biodiversität beeindruckt“, erklärte Dr. Markus Monzel, Präsident der DGHT. Viel Lob gab es auch von den anwesenden Vertretern der heimischen Naturschutzverbände.

„Die Artenkenntnis ist bei vielen Schülern gleich null“, hat Humburg festgestellt. Doch bei vielen sei das Interesse dann schnell geweckt. Das Feuchtbiotop soll Teil des Unterrichts genutzt werden, aber auch für Arbeitsgruppen oder Einzelforscher zur Verfügung stehen.

Sobald das Wetter es zulässt, werden Schüler und Lehrer die weitere Gestaltung des Geländes übernehmen – und dann hoffen alle auf einen schnellen „Einzug“ der ersten Bewohner, die laut Humburg schnell und ganz von allein kommen werden.

Von Nadine Maaz

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