Der Sozialverband VdK Bad Hersfeld lud zum Faschingsball ins Bürgerhaus Hohe Luft

Mit Pappnase und Windel

Als Babytanzgruppe mit dicken Windeln hatten die Stammtisch-Männer die Lacher auf ihrer Seite. Fotos: privat

Bad Hersfeld. Heiße Rhythmen, ein buntes Programm und der Schlachtruf „VdK Helau“ waren am Samstag das probate Mittel des Ortsverbandes Bad Hersfeld des Sozialverbandes im Bürgerhaus Hohe Luft gegen die sibirische Kälte draußen vor der Tür. Der alljährliche Faschingsball ging angesichts des einen oder anderen persönlichen Handicaps nicht weniger fröhlich und humorvoll über die Bühne.

Für viel Begeisterung bei den vielen Besuchern sorgte das kleine, aber feine Programm, welches die Verantwortlichen auf die Beine gestellt hatten. „Ich freue mich in jedem Jahr auf den Fasching und die Kälte hält mich auch nicht ab“, betonte Vorstandsmitglied Helmut Reiprich.

Zu Beifallsstürmen rissen zum Beispiel die Stammtisch-Männer ihr Publikum hin, die als tanzende Babys mit dicken Windeln eine kesse Sohle aufs Parkett legten und die Lachmuskeln strapazierten.

Zuvor hatten sie schon, mit jeweils einer Partnerin, in der Seniorentanzgruppe des Stammtisches des VdK, in Kostümen der Kaiserzeit die Insel Lummerland des Lokomotivführers Lukas ertanzt.

Gestresste Wirtin

Als arme, gestresste Wirtin gab Sophie Baran ihren Unmut über ihre Lebensumstände zum Besten. Wie die legendäre Frau Rauscher aus der Klappergass’, so war auch sie nicht zufrieden zu stellen. Ihre stete Hatz in ihrer Wirtschaft „Zum wilde Watz“ machte ihr Stress und dem Publikum Freude.

Der Höhepunkt des Programms aber war das Männerballett „Die Eichhof-Elfen“ unter der Leitung von Sabine Bachmann-Hildebrandt. Ihr Tanz zu bekannter Disco-Musik und ihr heißes Outfit machten alle Damen im Saal zu jungen Groupies direkt neben der Tanzfläche. Sie zwangen die Gruppe zu mehreren Zugaben.

Hans Pothmann aus Mansbach, der amtierende Vorsitzende des Ortsverbandes, schloss, wie auch im vergangenen Jahr, das Programm mit einem Vortrag ab. So berichtete er über seine Erfahrungen als Strohwitwer. Seine Weisheit – Freunde das Leben ist lebenswert, wenn die Frau allein in Urlaub fährt! – gab er allen männlichen Gästen mit auf den Heimweg.

Mit alten und neuen Ohrwürmern sorgte das „Wam-Duo“ aus Salzungen für echte Faschingslaune.

Jeder Besucher hatte außerdem noch eine gute Chance, einen der vielen Gewinne der Tombola mit nach Hause zu tragen. „Allein 36 Präsentkorbe sind zu gewinnen“, verkündete die Kassiererin Ruth Deiseroth, die gleichzeitig einen herzlichen Dank an die Hersfelder Geschäftsleute richtete. (red/zac)

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