Präventionsmobil der Polizei zeigt, wie man sich vor Einbrechern schützen kann

Panzerschloss reicht nicht

Polizeiarbeit zum Anfassen: Im Präventionsmobil der Polizei konnte man sich gestern auf dem Hersfelder Linggplatz über Einbruchssicherung, Online-Gefahren und die Ausbildung bei der Polizei informieren. Foto: Kaschik

bad hersfeld. Verwüstete Wohnzimmer, offene Schubladen und ein leerer Platz, an dem normalerweise der Fernseher steht. Das sind allgemein bekannte Spuren eines Einbruchs.

„Einbrecher werden immer einfallsreicher und dreister“, sagt Wieland Schmidt, Leiter des Einbruchsdezernats in Bad Hersfeld. Aber auch die Sicherheitsmöglichkeiten für das eigene Heim verändern und verbessern sich stetig.

Mit ihrem neuen Präventionsbus will die Polizei anschaulich zeigen, wie man sich schützen kann. Zwar sind Panzerschlösser und Alarmanlagen hilfreich, dennoch sagt Polizeipräsident Alfons G. Hoff: „Es ist wichtig, dass wir alle wachsam sind. Einbruch ist ein gesamtgesellschaftliches Thema.“ Außerdem sagt er, dass im Besonderen die Polizei darauf angewiesen ist, informiert zu werden von wachsamen Nachbarn.

Alle in einem Boot

„Da sitzen wir alle in einem Boot“, erklärte Alfons G. Hoff. Gerade hier im ländlichen Bereich sei es noch einfacher, dass man als Nachbar gegenseitig aufeinander achtet.

„Man kann sich nicht vorstellen, was für ein furchtbares Gefühl das sein muss, wenn man nach Hause kommt und alles ist verwüstet“, merkt der Polizeipräsident weiter an. Es sei ein unglaublicher Eingriff in die Intimsphäre der Bürger. Neben den verschiedenen Modellen von mechanischer und elektronischer Einbruchssicherung stand auch der Schutz vor Online-Kriminalität im Mittelpunkt.

Wachsamkeit

Denn auch da gilt es, wachsam zu sein. „Eltern müssen aufpassen, was ihre Kinder machen“, appelliert Manfred Knoch, Präventionsleiter der Polizei und Pressesprecher. „Gerade in den sozialen Netzwerken lauern Gefahren, die man nicht abschätzen kann.“ Für Fragen der Eltern standen die Polizisten den gesamten Tag bereit.

Diese transparente Präventionsarbeit lobte Bürgermeister Thomas Fehling: „Die Zusammenarbeit von Polizei und Stadt läuft Hand in Hand, und Fragestellungen oder Probleme, die im Stadtleben auftauchen, werden schnell gelöst.“ Doch nicht nur Prävention, sondern auch Information leistet das Polizei-Mobil.

Rolf Müller, Einstellungsleiter der Polizei, gab wichtige Tipps für potenzielle Bewerber: „Hier kann ein erster Kontakt hergestellt werden.“ Besonders im nächsten Jahr werden wieder viele neue Ausbildungsplätze bei der Polizei angeboten.

Mit ihrer Rundreise durch Osthessen versucht das Polizeimobil in jeder Gemeinde zu halten, um den Bürgern einen Raum für Fragen zu bieten. HINTERGRUND

Von Johanna Kaschik

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