Bad Hersfeld gedenkt des 100. Todestages von Konrad Duden

Als Pädagoge war er streng, aber gerecht

Bad Hersfeld. Heute vor 100 Jahren starb Konrad Duden. Bestattet wurde er auf eigenen Wunsch im Familiengrab in Bad Hersfeld. 29 Jahre lang wirkte Duden von 1876 bis 1905 als Direktor des Gymnasiums in Hersfeld. Während dieser Zeit veröffentlichte er das Buch, das heute noch, in der 25. Auflage, seinen Namen trägt: das „Vollständige orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“.

Grund genug also für Bad Hersfeld, des berühmten Sohnes zu gedenken. Das geschieht mit einer Fülle von Aktivitäten. Gestern wurde im Kapitelsaal des Museums eine Sonderausstellung eröffnet. Sie ist dort bis zum 2. Oktober täglich außer montags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Der Förderkreis Museum plant einen Aktionstag zu Konrad Duden am 21. August.

Heute beginnt um 11 Uhr auf dem Hauptfriedhof am Grab Konrad Dudens eine Gedenkfeier, zu der die Gesellschaft Verein einlädt. Konrad Duden war viele Jahre lang Vorsitzender dieser Gesellschaft. Unter anderem nutzte er gerne deren Saal für seine Bildungsveranstaltungen oder auch für Schüleraufführungen. Legendär ist, so berichtete Bertold Schmidt, der Vorsitzende des Förderkreises, eine Antigone-Aufführung aus dem Jahr 1880.

Heute Nachmittag wird der Duden-Verlag sein neues Programm in Bad Hersfeld vorstellen. Außerdem erhalten die Gäste der Veranstaltung einen ersten Einblick in das wortreich, eine Wissens- und Erlebniswelt, die sich unter anderem mit Konrad Duden und der Sprache beschäftigt.

Außerdem ist eine Gedenkschrift mit vielen Beiträgen zu Leben und Werk Konrad Dudens erschienen.

Dass Konrad Duden nicht nur ein eifriger Wissenschaftler, sondern auch ein engagierter Pädagoge war, das machte Duden-Biographin Anke Goldberg deutlich. Da aber seine Strenge mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn gepaart gewesen sei, habe er bei Schülern und Eltern große Achtung genossen. Lokalseite 3

Von Christine Zacharias

Kommentare