MSO-Schüler besuchten Gedenkstätten des Kriegs

Orte unvorstellbarer Grausamkeit

Die Französisch-Schüler der MSO besuchten auch einige Soldaten-Friedhöfe. Foto: nh

Bad Hersfeld. Unter dem Motto „De la guerre à la paix“ (Krieg und Frieden) haben sich zehn Schülerinnen und Schüler der französisch Leistungs- und Grundkurse der Jahrgangsstufe zwölf der MSO mit Schülergruppen aus Neckarsulm und Sélestat bei Strasbourg in Vigy bei Metz (Lothringen) getroffen.

Im Vordergrund standen dabei die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit sowie die europäische Union und deren Entwicklungsgeschichte. Verschiedene Programmpunkte und Arbeitsphasen in deutsch-französischen Kleingruppen prägten den Aufenthalt. So wurde bereits am ersten Tag nach einer intensiven Arbeitsphase das Wohnhaus von Robert Schuman, dem „Vater Europas“, in Scy-Chazelles besichtigt. Den Schwerpunkt der Begegnung stellte jedoch der Besuch einiger wichtiger Stätten des Schlachtfeldes von Verdun dar.

Leiden der Altersgenossen

Bei Minustemperaturen und Schneegestöber erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Leiden ihrer Altersgenossen am 21. Februar 1916, dem Tag des Angriffs der deutschen Armee nach dem „drôle de guerre“, und in den nachfolgenden Monaten und Jahren. Besonders bewegend waren die Besichtigung einiger Soldatenfriedhöfe – es gibt allein 29 deutsche Soldatenfriedhöfe rund um Verdun – , die Besichtigung des Beinhauses mit den unzähligen Namen noch vermisster französischer Soldaten sowie die Führung durch das Fort Douaumont und eines der 29 damals zerstörten Dörfer. Die anschaulichen Erklärungen des Fremdenführers verdeutlichten die unvorstellbare Grausamkeit dieses Krieges.

Fenster von Marc Chagall

Außerdem hinterließen der Besuch der Kathedrale von Metz mit den Fenstern von Marc Chagall, des Europamuseums in Schengen und des Europaviertels in Luxemburg bleibende Eindrücke.

Den beteiligten Schülern sei bewusst geworden, welchen Wert die Europäische Union für das Zusammenleben in Europa habe, indem sie seit mehr als 60 Jahren den Frieden durch Kooperation der Länder und dem kulturellen Austausch sichert, freute sich die begleitende Lehrerin Edith Dippel-Sucher. Es wurde ebenso deutlich, dass sich die Gräuel des Krieges nie mehr wiederholen dürften und das Werk Robert Schumans fortsetzt werden müsse. (red/nm)

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