Heimische Wirtschaft lässt sich von Euro-Krise nicht bange machen

Optimistischer Blick in das neue Jahr 2012

Hersfeld-Rotenburg. Trotz der Euro-Krise geht die heimische Wirtschaft mit Selbstvertrauen und gesundem Optimismus in das neue Jahr. „Die Aufträge werden wohl weniger werden, aber wir befürchten keine Einbrüche und sind deshalb nicht pessimistisch“, sagt etwa Dirk Bohn, der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Die Auftragsbücher seien noch gut gefüllt.

Bislang hätten die Handwerker im Kreis von der Krise und den damit verbundenen Konjunkturprogrammen sogar profitiert. Auch 2009 sei das Handwerk gut durch die Krise gekommen. „Bis ein Handwerker seine Mitarbeiter entlässt, muss viel passieren“, sagt Bohn.

Auch bei der Industrie- und Handelskammer geht man davon aus, dass die konjunkturelle Dynamik in Deutschland nachlässt. „Einerseits deuten die vorlaufenden Indikatoren darauf hin, dass es im Winterhalbjahr zu einer Stagnation kommen könnte, andererseits berichten die Unternehmen aber auch von günstigeren Einkaufspreisen“, erklärt Tobias Binder, Mitarbeiter im Service-Center der IHK in Bad Hersfeld. Die Senkung der Leitzinsen verleihe der Wirtschaft neue Dynamik was sich auch bei den Arbeitslosenzahlen positiv auswirken werde. „Wir sehen positiv in das Jahr 2012“, versichert Binder.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, Reinhard Faulstich, zeigt sich optimistisch. „In unserem Kreis sind deutlich weniger Unternehmen in finanzieller Schieflage als im Bundesdurchschnitt“, erklärt er. Auftragsbestand und Beschäftigungslage seien gut.

„Dennoch fahren viele Betriebe auf Sicht, weil die wirtschaftlichen Beschlüsse der Politik nicht zufriedenstellend sind“, meint Faulstich. Er rechne für 2012 nicht mit hohem Wachstum, aber auch nicht mit Krise.

„Das Glas für 2012 ist deutlich mehr als zur Hälfte gefüllt“, macht Faulstich klar. ZUM TAGE, GEWERKSCHAFT

Von Kai A. Struthoff

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