NVV schafft durchgängige Busverbindung von Bad Hersfeld in den Vogelsbergkreis

Ohne Umstieg nach Alsfeld

Bad Hersfeld. Ab dem 15. Dezember wird es eine direkte Busverbindung von Bad Hersfeld nach Alsfeld geben. Nach einer gemeinsamen europaweiten Ausschreibung der Verkehrsverbünde Nordhessen und Rhein-Main bekam die ALV Oberhessen, eine Bietergemeinschaft mitelhessischer Busunternehmen mit Sitz in Marburg, den Zuschlag für die Linien 390, 390S, 394 und 396.

Die Ausschreibung für über 400 000 Nutzwagenkilometer jährlich erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das auf der Grundlage hoher Qualitätsanforderungen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte, heißt es in einer Pressemitteilung.

Um eine direkte Verbindung zwischen den beiden Mittelzentren Bad Hersfeld und Alsfeld zu schaffen, wird die bisherige RMV-Linie 395 (Alsfeld - Breitenbach) mit der bestehenden NVV-Linie 390 (Bad Hersfeld-Niederaula-Breitenbach), zusammengeführt. Bisher wurde die Linie 390 von der Bahntochter Regionalverkehr Kurhessen bedient, die dort auch Subunternehmer einsetzte. Als neue Linie 390 ist der Bus zukünftig zwischen Alsfeld und Bad Hersfeld über Grebenau und Niederaula unterwegs. Die Fahrzeit verkürzt sich dadurch um 10 bis 20 Minuten. Der NVV erhofft sich dadurch mehr Fahrgäste und eine bessere Auslastung der Fahrzeuge.

Zwei-Stunden-Takt

Die Linie 390 fährt alle zwei Stunden von Montag bis Freitag acht Mal, samstags sechs Mal und an Sonn- und Feiertagen fünf Mal je Richtung. In Alsfeld besteht Anschluss an die RMV-Linie 35 (Vogelsbergbahn) Richtung Gießen und Fulda, in Bad Hersfeld an die Bahnlinie R5 Richtung Bebra und Fulda. Eingesetzt werden in der Regel neue, klimatisierte Niederflur-Busse die mit einer Absenkvorrichtung und einer Rampe ausgestattet sind. Im Innenraum befindet sich eine Fläche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder. Die neuen Busse erfüllen die geltende Euro-5-Abgasnorm.

Der Ausschreibungsgewinner wurde laut NVV verpflichtet, Busfahrer und Busfahrerinnen mindestens nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zu entlohnen. (jce/red)

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