Preis für Jobcoaches – Finanzierung auf wackeligen Beinen

Ohne zu stolpern von der Schule in den Beruf

Hersfeld-Rotenburg. Die fünf Jobcoaches (Berufstrainer) im Landkreis begleiten mit viel Erfolg Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf. Das stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fest. Es hat jetzt den Landkreis für das sogenannte „Interkulturelle Übergangsmanagement“ mit dem Xenos-Preis 2012 ausgezeichnet.

Beworben hatte sich der Landkreis mit den Berufsorientierungsbausteinen (BOZ), erklären erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Projektleiterin Sabine Enders und Pressesprecher Michael Adam. Bei diesen Bausteinen handelt es sich um mehrere Tagespraktika in den Betrieben, die nach einem festgelegten Schema ablaufen und Schülern der 8. und 9. Klassen ebenso wie den Betrieben einen guten Eindruck vom Berufsbild beziehungsweise der Eignung der Schüler bieten.

Beteiligt sind bislang über 20 Betriebe, wie etwa Neumayer Tekfor, K+S, Leist (Kathus), Libri, Kirchner, die Sparkasse oder das HKZ. 34 dieser Bausteine gibt es, wobei die Tagespraktika von der Uni Kassel mitbetreut werden.

Ende Februar war die Förderung der Jobcoaches aus EU-Mitteln ausgelaufen. Nach einer Unterbrechung von fünf Monaten sind nun alle Jobcoaches seit dem neuen Schuljahr wieder an den Gesamtschulen in Bad Hersfeld (Obersberg und Geistal), Bebra, Rotenburg und Obersuhl aktiv. Finanziert werden die Stellen jetzt mithilfe der Arbeitsagentur und des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Die Verträge der fünf Berufstrainer, die an den Schulen hoch gelobt werden, laufen aber nur bis Ende Dezember. Zurzeit versuchen die Verantwortlichen, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen, damit die Berufstrainer ihre Arbeit fortsetzen können.

Gesucht werden noch Betriebe, die sich engagieren wollen. Unterstützt wird das Ganze weiterhin von der Arbeitsagentur. ZUM TAGE/SEITE 2

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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