Karl Schönholtz über die Festspiel-Debatte

Offenheit Fehlanzeige

Von Transparenz und Kommunikation reden die Bad Hersfelder Stadtpolitiker nur dann, wenn sie gewählt werden wollen. Wie die Debatte über die Zukunft der Bad Hersfelder Festspiele zeigte, sind diese Begriffe im politischen Alltag jedoch Fremdwörter. Schlimmer noch: Das Versteckspiel um die Vorschläge des Intendanten, wie das angeschlagene Festspiel-Schiff wieder auf Kurs gebracht werden soll, konnte streng genommen sogar als Angriff auf die Pressefreiheit bezeichnet werden. Zumindest aber als bewusstes Ignorieren des Informationsanspruches der Öffentlichkeit. Denn worum ging es bei dieser Diskussion? Natürlich um die Sicherung dessen, was Bad Hersfeld als „Alleinstellungsmerkmal“ auszeichnet. Im Kern jedoch auch darum, wie mit Steuergeldern und Erträgen der örtlichen Stadtwerke umgegangen wird. Da war es schon ein starkes Stück, ein paar Interna vorzuschieben (die außen vor hätten bleiben können), um die Zuhörer von diesem Gespräch auszuschließen. Und es grenzte an Arroganz, als die Öffentlichkeit danach mit einer Null-Information abgespeist wurde. ks@hersfelder-zeitung.de

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