Probleme mit dem Jugendhaus waren Thema im Stadtverordneten-Ausschuss

Oben dicht, unten feucht

Ortstermin: Der Bad Hersfelder Stadtverordneten-Ausschuss für Soziales und Sport tagte im „Haus der Jugend und Vereine“ in der Dippelstraße und ließ sich aus erster Hand über die Aktivitäten berichten. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Von oben ist das Bad Hersfelder Jugendhaus jetzt dicht, schließlich wurde das Dach vor Kurzem komplett erneuert. Von unten zieht jetzt allerdings die Feuchtigkeit ins Gebäude, an manchen Stellen hat sich die Nässe schon fast zwei Meter die Wände hoch gearbeitet.

Mit diesem Problem konfrontierten die Mitarbeiter der Stadtjugendpflege jetzt Bürgermeister Thomas Fehling, als dieser mit dem Ausschuss für Soziales und Sport der Stadtverordnetenversammlung in der Dippelstraße zu Gast war.

Flugs beraumte der Rathauschef für den folgenden Tag einen Ortstermin mit Fachleuten aus dem Bauamt an. Die sollten sich dann auch das Geländer im Treppenhaus anschauen, das wohl ein Stück zu niedrig ist, um den heute gültigen Sicherheitsstandards zu genügen.

Klettergerüst erwünscht

Ob das Feuchtigkeitsproblem etwas mit der Freilegung des hinter dem Haus entlang fließenden Geisbaches zu tun hat, konnte auf die Schnelle natürlich niemand sagen. Sicher ist jedoch, dass die Renaturierung des Gewässers das Jugendhaus ein Stück seines Freigeländes gekostet hat. Der Grillplatz und die Sitzgruppe auf der Weise werden vermisst. Mittelfristig wünscht sich Stadtjugendpfleger Edgar Steube deshalb eine Stahlkonstruktion wie im Schilde-Park, die wahlweise als Klettergerüst wie auch als Vorrichtung für eine Kinoleinwand genutzt werden kann.

Die Ausschussmitglieder stellten bei ihrer Besichtigung des seit 1977 bestehenden „Hauses der Jugend und Vereine“ – so der vollständige Name – darüber hinaus fest, dass das Jugendhaus-Büro zwar einen ganz ureigenen Charme hat, aber kaum den Anforderungen an einen zeitgemäßen, ordentlich ausgeleuchteten Arbeitsplatz genügt.

Russen sind dabei

Rundum positiv wurde hingegen die Arbeit der Stadtjugendpflege aufgenommen, insbesondere die Stadtteilarbeit in der Begegnungsstätte Hohe Luft. Hier ist es sogar erstmals im Stadtgebiet gelungen, Russlanddeutsche für die Angebote zu gewinnen.  tEXT unteN

Von Karl Schönholtz

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