Polizeibeamter entdeckt Leiche im Foyer des Bahnhofs

Schläge auf den Kopf töten Obdachlosen

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BAD HERSFELD. Ein Beamter der Bundespolizei hat auf dem Weg zum Dienst gestern Morgen um 3.20 Uhr die Leiche eines Mannes im Foyer des Bad Hersfelder Bahnhofs entdeckt. Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei handelt es sich bei dem Toten um einen 40 bis 50 Jahre alten Obdachlosen. Seine Personalien sind noch nicht bekannt. Er wurde offensichtlich totgeprügelt. Darauf deuten seine Verletzungen an Kopf und Körper hin.

Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei handelt es sich bei dem Toten um einen 40 bis 50 Jahre alten Obdachlosen. Seine Personalien sind noch nicht bekannt. Er wurde offensichtlich totgeprügelt. Darauf deuten seine Verletzungen an Kopf und Körper hin.

Während einer sofort eingeleiteten Großfahndung im Stadtgebiet von Bad Hersfeld nahm die Polizei noch in der Nacht zwei Tatverdächtige fest. Bei ihnen handelt es sich ebenfalls um Obdachlose. Ob sie sich bereits zu den Vorwürfen geäußert haben, steht derzeit noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft in Fulda ist eingeschaltet und wird am heutigen Montag weitere Informationen zu dem Todesfall geben.

Das Bahnhofsgebäude war gestern wegen der Spurensuche mit rot-weißem Absperrband weiträumig abgeriegelt. Für Zugreisende von und nach Bad Hersfeld kam es aber zu keinen Behinderungen.

ZUM TAGE

Die Kälte schockt - Mario Reymond über traurige Momente

Die tägliche Berichterstattung über Obdachlose, die in der Kälte buchstäblich um ihr nacktes Überleben kämpfen, klingt beim Blick auf dieses Tötungsdelikt fast wie Hohn. Der eisigen Kälte hatte das wohnsitzlose Opfer in den vergangenen Tagen und Wochen getrotzt, doch der „Kälte“ seiner Angreifer war der Mann hilflos ausgeliefert. Es stimmt einfach nur traurig, wenn man sieht, wie Menschen, denen im Leben nicht mehr als das Hemd auf dem eigenen Leib geblieben ist, auf diese tragische Weise von uns gehen. Dass wir hier in der Region ohnehin nicht auf der Insel der Glückseligen leben, haben wir in den vergangenen sieben Monaten mehrfach erfahren müssen. So war die gestrige Tat bereits das vierte Tötungsdelikt innerhalb dieses sehr kurzen Zeitraums. Für uns Außenstehende sind solche Geschehnisse im ersten Moment zwar unbegreiflich, doch wir können schnell wieder zur Tagesordnung übergehen. Für die Angehörigen der Opfer, aber auch die der Täter, ist von diesem Moment an jedoch nichts mehr so wie früher.

 

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