Landkreis erwartet weitere Menschen in der kommenden Woche

Notunterkunft Herkules: Positive Stimmung bei Ankunft der ersten Flüchtlinge

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In der Nacht zu Donnerstag sind die ersten Flüchtlinge in der Bad Hersfelder Notunterkunft eingetroffen. 274 Menschen, vor allem aus Syrien und dem Irak, sind nun im ehemaligen Herkules-Markt untergebracht – darunter circa 50 Kinder. Unser Bild zeigt Syrer vor der Unterkunft, die direkt am vielbefahrenen Stadtring liegt.

Bad Hersfeld. In der Nacht zu Donnerstag sind die ersten Flüchtlinge in der Notunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt eingetroffen.

Sechs Busse mit 274 Personen trafen um 3.15 Uhr in der Nacht aus Mannheim ein. Unter den Flüchtlinge sind laut Kreispressesprecher Dirk Herrmann viele Familien, darunter circa 50 Kinder. Die meisten Menschen kommen aus Syrien und dem Irak.

Rund 40 Einsatzkräfte waren in der Nacht vor Ort - Mitarbeiter der Kreisverwaltung vom Katastrophenschutz und vom Fachdienst Migration, Polizei, DRK und Security. Bisher gab es laut Herrmann auch keinerlei Probleme. Selbst in der Nacht sei die Stimmung positiv gewesen, wie einige Helfer berichtet hätten.

Für die Essensausgabe erhielten die Flüchtlinge Bändchen zur Identifizierung. Registriert werden sollen sie am heutigen Freitag von einem mobilen Team des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, das der Kreis angefordert hat.

„Ich bin froh, dass wir die Liegenschaft rechtzeitig und in dieser Form fertigstellen konnten“, erklärte Landrat Dr. Michael Koch. „Und so wie ich von unseren Gästen Respekt vor unseren Werten erwarte, so baue ich auf das Verständnis und die Toleranz der Bad Hersfelder Bevölkerung.“

In die Notunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt sind die ersten Flüchtlinge eingezogen.

In dieser Woche erwarte der Kreis keine weiteren Neuankömmlinge im Herkules-Markt, teilte Dirk Herrmann mit. Wahrscheinlich kämen in der kommenden Woche noch einmal Busse. Maximal zwei Wochen sollen die Menschen laut Vorgabe des Landes in der Notunterkunft untergebracht werden, bevor sie weiterverteilt werden.

Derweil sucht der Landkreis immer noch nach einer weiteren Unterkunft für etwa 500 Flüchtlinge im Kreisgebiet, um das angekündigte Sonderkontingent von 1000 Flüchtlingen aufnehmen zu können. Erklärtes Ziel ist es, keine öffentlichen Gebäude wie Schulturnhallen zu nutzen, solange es andere Möglichkeiten gibt. (nm)

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