Schadhafte Stellen am Querschiff der Stiftsruine beseitigt – Keine Gefahr für Passanten

Notsicherung am Kalkputz

Notsicherung: Jens Strieder schließt in filigraner Kleinarbeit die Ränder der Putzflächen am Querschiff der Stiftsruine mit einer Kalk-Sand-Mischung, damit kein Wasser mehr eindringen kann. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Bad Hersfelder Festspiele wurde jetzt der schadhafte Putz am Querschiff der Stiftsruine gesichert. Der Notmaßnahme soll im nächsten Jahr eine gründlichere Bearbeitung der bröckelnden Flächen folgen.

Wegen herabfallender Putzstücke war zuletzt auch der Weg vom Katharinenturm bis zum Haupteingang der Ruine teilweise gesperrt. Die jetzt von der Hessischen Schlösserverwaltung als Eigentümer der Ruine veranlasste Inspektion ergab, dass sich der historische Kalkputz an mehreren Stellen durch Nässe, Wind und Wetter vom Gemäuer gelöst hatte und immer wieder abbrach. Für Spaziergänger und Festspielbesucher im Stiftspark war eine Gefährdung nun nicht mehr auszuschließen.

Zwei Tage lang sicherten jetzt Mitarbeiter des Restaurators Stefan Glöckner aus Biebergemünd die offenen Flanken der Putzflächen mit einer Mischung aus Sumpfkalk und Sand. Die Arbeit in luftiger Höhe erfolgte von einem Hubsteiger der Firma Begoin aus, den Alexander Rimer in Position brachte.

Die filigrane Arbeit mit Kelle, Spatel und Schwämmchen an der Nordseite des Querschiffs, die den Originalputz nach Möglichkeit schonte und erhielt, löst das Problem allerdings nur vorübergehend. Nach Abschluss der Festspiele sollen die Schäden – auch an anderen Stellen der Stiftsruine – genauer begutachtet und dann nachhaltig beseitigt werden.

Von Karl Schönholtz

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