In den Meistereien: Am Wochenende keine Bereitschaft mehr

Notdienst für Straßen soll eingespart werden

Hersfeld-Rotenburg. Das Land Hessen muss sparen: Aus diesem Grund gibt es am Wochenende oder an Feiertagen in den Straßenmeistereien Hersfeld und Rotenburg keine Rufbereitschaft mehr. Die Beseitigung von Ölspuren, die Sperrung von Straßen oder die Räumung umgestürzter Bäume müssen anderweitig geregelt werden. Nur im Winter und bei besonders extremen Witterungslagen sind die Chefs der Straßenmeistereien oder bestimmte Mitarbeiter noch am Notfallhandy erreichbar.

Darüber hat das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen die Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg informiert. Eine Ausnahme habe es nur während eines Modellversuchs in Südhessen gegeben. Dieser Probelauf ist jedoch beendet. „Die Umwandlung in eine generelle, ganzjährige Rufbereitschaft ist unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung nicht finanzierbar“, teilt das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen mit.

„Bei einer Ölspur ruft die Leitstelle die Feuerwehr“, sagt dazu Dieter Pfaff, der Leiter des Fachbereichs Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt. Ihm, und damit der Leitstelle, ist die Abschaffung eines Straßenmeister-Notdienstes bislang noch nicht bekannt. Für die Beseitigung von Ölspuren und Schlammlawinen könne die Polizei auch auf gewerbliche Unternehmen zurückgreifen, meint das Landesamt. Die Polizei im Landkreis hofft noch auf eine praktikable Lösung.

Seit Jahren ärgert sich schon der Kirchheimer Bürgermeister Manfred Koch darüber, dass seine Freiwilligen Feuerwehren in die Bresche springen, wenn Bäume umliegen oder auf Fahrbahnen oder Rastplätzen Öllachen gefunden werden. Selbst dann, wenn keine technische Hilfeleistung bei einem Unfall angefordert wurde, sind seine Wehren dran. Hintergrund, Zum tage LOKALSEITE 2

Von Kurt Hornickel

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