Schon 128 Fälle im Landkreis seit Jahresanfang registriert

Noroviren sind auf dem Vormarsch

Symbolbild

Hersfeld-Rotenburg. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres besonders viele Fälle von Norovirus-Erkrankungen gemeldet worden, die heftiges Erbrechen und starke Durchfälle verursachen. Seit Beginn des Jahres wurden vom Gesundheitsamt 128 im Labor nachgewiesene Krankheitsfälle im Landkreis registriert. 2011 waren es 139 Fälle im Kreis im ganzen Jahr.

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Im Regelfall keine schweren Schäden

„Das sind eine Menge, wenn man die Zahlen mit den zurückliegenden Jahren vergleicht“, betont Dr. Dieter Gobrecht, der Leiter des Gesundheitsamtes im Kreis. „Wenn das so weitergeht, wird das in diesem Jahr ein neuer Rekord.“ Das bisherige Rekordjahr war 2008 mit 267 gemeldeten Fällen. Die Zahlen werden seit 2006 aufgezeichnet.

Die Noroviren sind auf dem Vormarsch. Warum das so ist, dafür haben die Wissenschaftler bisher keine Erklärung.

Noroviren breiten sich über den Stuhl oder das Erbrochene der infizierten Menschen aus. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Altenheimen oder Krankenhäusern geht das besonders schnell, weil die Menschen dort auf engem Raum zusammenleben, erläutert der Leiter des Gesundheitsamtes. Die Ansteckung geht auch deshalb sehr schnell, weil dafür wenige Viruspartikel ausreichen.

Die schärfste Waffe gegen das Virus, Kindergärten oder Schulen zu schließen, musste das Gesundheitsamt in der jetzigen Hochsaison-Phase noch nicht einsetzen. „Es gibt zwar immer wieder Verdachtsmeldungen aus Kindergärten, aber keine bestätigten Laborbefunde“, berichtet Dr. Gobrecht.

Besonders betroffen vom Norovirus sind jüngere und ältere Menschen. Gegen die hochansteckenden Viren gibt es keinen Impfschutz. Menschen, die sich in der Umgebung von akut Erkrankten aufhalten, sollten sich zur Vorbeugung gründlich die Hände waschen und desinfizieren. zum Tage,

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Von René Dupont

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