Lebensmittel-Kette siedelt sich vorm Ortsschild an – Bäckerei Jäger zieht mit ein

Norma-Markt für Asbach

Viel Rückhalt bei den städtischen Gremien und dem Asbacher Ortsbeirat erfuhr Investor Georg Rüppel (Fünfter von links) für sein Projekt. Rechts neben Rüppel Lars Waller von der Lebensmittelmarkt-Kette Norma, die als Mieter einzieht, sowie Architekt Bernd Stiebing aus Kirchheim. Fotos: Hornickel

Asbach. Ein Markt der Norma Lebensmittelhandelsgesellschaft mit 799 Quadratmetern Verkaufsfläche entsteht am Rande des Bad Hersfelder Stadtteils Asbach, an der Ortseinfahrt aus Richtung Eichhofsiedlung. Der Supermarkt soll im August kommenden Jahres eröffnet werden. Für die Kunden werden 70 Parkplätze geschaffen. Der Bad Hersfelder Projektentwickler Georg Rüppel investiert 1,6 Millionen Euro in den Bau.

Eine Verkaufsstelle der Bäckerei Jäger, ein Leergutlager sowie Lager- und Funktionsräume komplettieren den Neubau, der insgesamt eine Grundfläche von 1200 Quadratmetern haben wird.

Ausgleichsmaßnahmen

Erschlossen wird das 6759 Quadratmeter große Areal von der Bundesstraße 62 her. Zum Ausgleich für den Eingriff in die Natur wird das Gelände aufwändig begrünt. Zusätzlich soll eine Teichanlage im Asbachgrund renaturiert werden, wie Stadtplaner Johannes van Horrick erklärte.

Bevor der Markt gebaut werden kann, muss der Boden der Wiese, die Investor Georg Rüppel von der Landwirtfamilie Klöpfel erworben hat, noch so aufbereitet werden, dass er die Gebäude auch tragen kann. Eine Planierraupe hat bereits mit der Arbeit begonnen. Die Gewerke vergibt Architekt Bernd Stiebing einzeln.

Die ideale Lage an der Bundesstraße 62 und die Nähe zum nächsten Norma-Markt im Ludwigsauer Besengrundcenter gaben den Ausschlag dafür, dass sich Lars Waller als Erweiterungsmanager von Norma und Robert Nolte, der Standort-Scout im Dienste des Investors, schnell einig wurden.

Auf breiter Basis

Bürgermeister Thomas Fehling erklärte, dass die Planungen auf einer breiten Basis verwirklicht worden seien. Man habe einen Konsens im Sinne der Wirtschaft und der Asbacher Bevölkerung gefunden.

Vorbereitet seit 2010

Seit dem Sommer 2010 war das Vorhaben von langer Hand vorbereitet worden. Unter anderem hatte die Stadt Bad Hersfeld ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu dokumentieren, dass Asbach einen Lebensmitteldiscounter gut gebrauchen kann.

Der Argumentation folgte das Regierungspräsidium, das in dem Markt einen Gewinn für die Menschen nicht allein in dem Stadtteil sieht. Da der Markt im Außenbereich gebaut wird, mussten der Flächennutzungsplan geändert und ein so genannter vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden.

Dazu wurde ein Umweltverträglichkeitsgutachten eingeholt. Hierzu bediente sich die städtische Baubehörde der Dienste des Planungsbüros Helmut Meißner aus Edermünde.

Mitte Juni 2011 erlangten die geänderten Pläne Rechtskraft. Den Bauantrag genehmigte die Stadt dann im Oktober.

Von Kurt Hornickel

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