Interview im Riesenrad: Anne Groß kümmert sich als Veranstaltungsmanagerin um die Vermarktung der Schilde-Halle in Bad Hersfeld

Nur noch an kleinen Schräubchen drehen

Anne Groß kümmert sich seit Jahresbeginn als Veranstaltungsmanagerin um die Vermarktung der Schilde-Halle in Bad Hersfeld. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Zuerst war sie nur die Veranstaltungshalle auf dem ehemaligen Babcock-Gelände in Bad Hersfeld. Doch dann bekam der denkmalgeschützte Backsteinbau den prestigeträchtigen Namen „Schilde-Halle“, ein Image aus Tradition und Moderne sowie eine Managerin, die sich ausschließlich um die Vermarktung kümmert: Anne Groß. Wir sprachen mit ihr über alte Probleme und neue Erfolge.

Frau Groß, am vergangenen Wochenende hatte die Schilde-Halle als Wettkampfzentrums des Lollslaufs eine weitere große Bewährungsprobe zu bestehen. Wie ist es gelaufen?

Anne Groß: Dafür, dass es das erste Mal war, ganz toll. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an die Organisatoren vom SC Neuenstein. Es gibt zwar immer Verbesserungsmöglichkeiten, doch in diesem Fall sind das nur kleine Schräubchen, an denen wir noch drehen müssen.

Der Terminkalender für die Schilde-Halle füllt sich, wie man einer Pressemitteilung der Stadt entnehmen konnte. Reichen diese Buchungen jetzt schon aus oder muss noch mehr her?

Groß: Für 2012 ist es ein guter Betrieb. Damit bin ich schon ganz glücklich. Für das nächste Jahr muss es natürlich genauso weitergehen.

Greift eigentlich das aus der finanziellen Not geborene Konzept mit der „nackten Halle“, in der sich jeder alles selbst mitbringen muss?

Groß: Das ist auf jeden Fall eine Erfahrung, die wir gemacht haben, denn die Halle ist ja gar nicht so nackt, wie es noch im Januar oder Februar schien. Wir haben ein ganz tolles Lichtkonzept, moderne Haustechnik und mittlerweile haben wir auch eigene Stühle. Die Halle ist also nicht nackt. Zudem ist es so, dass die Ansprüche der Kunden ganz individuell sind.

Bei den ersten Veranstaltungen war Kritik an der Akustik und am Klima in der Halle laut geworden. Wie ist da der Stand der Dinge?

Groß: Das Akustik-Problem war hausgemacht, doch da bessern wir gerade nach und haben einen Spezial-Vorhang bestellt. Die Tontechnik muss sich aber immer auf etwas Nachhall einstellen. Beim Klima ist es so, dass die Fußbodenkühlung beziehungsweise -heizung noch nicht angeschlossen war. Das ist jetzt geschehen.

Wie weit reicht eigentlich das Einzugsgebiet der Schilde-Halle. Wie weit werben Sie?

Groß: Im Moment arbeiten wir an der Aufnahme in deutschlandweite Location-Verzeichnisse. Ziel ist es immer noch, Bekanntheit zu schaffen. Das geht aber nur in kleinen Schritten, denn die Qualität der Umsetzung muss dann ja auch stimmen und zunächst über einen Verteiler, der Hessen abdeckt.

Wir schweben gerade über dem Lollsmarkt, einer offensichtlich bestens funktionierenden Veranstaltung. Wie lange werden Sie benötigen, um die Schilde-Halle ähnlich gut aufzustellen?

Groß: Das kann ich nicht sagen. Es gibt im Moment noch zu viele Unwägbarkeiten, weil wir zum Teil Baustelle sind. Die Backstage-Räume sind noch nicht fertig, die Anlieferzone auch nicht. Und ich weiß aktuell nicht genau, wann die Arbeiten abgeschlossen sind. Das wird also noch etwas dauern.

Von Karl Schönholtz

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