Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht als Wahlkämpferin in Bad Hersfeld

Noch immer dankbar

Noch Zeit für ein Tässchen Kaffee: Nach ihrer Rede setzte sich Christine Lieberknecht mit den waldhessischen Parteifreunden zusammen. Kreisvorsitzender Thorsten Bloß schenkte galant ein. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Solidarität war das übergeordnete Thema der Rede von Christine Lieberknecht, die Thüringens Ministerpräsidentin gestern Nachmittag bei einem Wahlkampfauftritt auf dem Bad Hersfelder Rathausplatz hielt.

Aktuell bezog sie sich dabei auf die Ereignisse in Japan, schlug dann aber den Bogen zurück ins Jahr 1989, als Thüringen die Solidarität des hessischen Nachbarlandes erfahren habe.

„Dafür bin ich immer noch dankbar“, sagte Lieberknecht und bezog sich konkret auf 250 Millionen DM Aufbauleistung, die die damalige Landesregierung unter Walter Wallmann zur Verfügung gestellt habe. Auch sei es die hessische CDU gewesen, „die immer an der deutschen Einheit festgehalten hat“.

Solidarität wollte Thüringens Landeschefin auch als „Leben im Miteinander“ verstanden wissen und nannte hier die Parteigruppierungen der Senioren Union und der Jungen Union.

Im Mittelpunkt christdemokratischer Politik stehe die Familie, sagte Lieberknecht und fügte hinzu: „Die Bildungserfolge unserer Kinder hängen an den Elternhäusern“. Mit Blick auf den Wahltag 27. März plädierte sie für eine hohe Beteiligung. Für die Demokratie sei jeden Tag neuer Einsatz erforderlich, denn die Demokratie habe immer auch Feinde, meinte Lieberknecht. Deswegen müsse Demokratie auch wehrhaft sein, sagte sie und wies auf die Bedeutung der inneren Sicherheit hin.

Neben Blumen und einem Hersfeld-Bildband vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ralf Neumeyer erhielt der Gast aus Thüringen vom Spitzenkandidaten Günter Exner CDs und Freikarten für die Opernaufführungen in der Stiftsruine.

Exner hatte eingangs Eckpunkte aus dem Wahlprogramm seiner Partei aufgezählt, die in Bad Hersfeld „traditionsbewusst nach vorne“ blicken möchte. So will sich die CDU für den Ausbau des Hochschulstandorts und für eine gemeinsame Bäder-Eintrittskarte stark machen.

Von Karl Schönholtz

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