Schlecker schließt bundesweit Filialen – Leere Regale gibt es auch in Bad Hersfeld

Noch für Sie vor Ort

Auch in Bad Hersfeld gibt es mehrere Schlecker-Filialen und Kunden stehen teilweise vor schlecht gefüllten Regalen. Ob vor Ort auch Märkte von der „Schließungswelle“ betroffen sind, ist noch unklar. Foto: Maaz

Bad Hersfeld. For You. Vor Ort. Unter unter diesem Motto hat die Drogeriemarktkette Schlecker vor einiger Zeit ihre Filialen und ihre Werbung umgestaltet. In einigen Orten wird es nun allerdings zu Schließungen kommen, beziehungsweise einige Märkte wurden bereits zu gemacht. Zudem wundern sich Kunden über leere Regale.

Als Grund dafür werden logistische Probleme im Rahmen der Umstrukturierung genannt. Auch in Bad Hersfeld gibt es zumindest einige teilweise leere Regale. Ob auch Geschäfte geschlossen werden, ist (noch) nicht bekannt. Dies sagt so auch die zuständige Bezirksleiterin Manuela Kroeber.

Von Schleckers Presseabteilung sind derzeit noch keine Angaben zu möglicherweise betroffenen Märkten im Kreis Hersfeld-Rotenburg zu bekommen, da es momentan so viele Anfragen aus ganz Deutschland gebe, dass die Beantwortung länger dauere. Auch genaue Angaben zur Anzahl der Filialen und der Mitarbeiter im Kreis sind aktuell nicht zu bekommen.

Deutschlandweit sollen mehrere hundert Filialen geschlossen werden. Schlecker selbst schreibt im Unternehmensblog: „Wie viele Märkte schließen müssen, lässt sich seriös noch nicht sagen. Dies ist (...) ein laufender Prozess. Im Juni wurde bereits angekündigt, dass es in diesem Jahr einige Schließungen geben wird. Daraufhin wurde ein Revitalisierungsprozess durchgeführt. Viele Märkte haben sich spürbar erholt, bei anderen ist dies leider nicht gelungen. Hier wird man nun (...) Schließungen durchführen, beziehungsweise hat diese in den vergangenen Wochen schon durchgeführt.“ Dies sei aber nur dort der Fall, wo eine langfristige ökonomische Weiterführung unmöglich sei.

Unangenehme Situation

Im Umkreis geschlossen wurden gegen Ende 2011 etwa Schlecker-Märkte in Asbach und Oberaula. In Bad Hersfeld müssen einige Kunden vorerst nur auf bestimmte Produkte verzichten.

Wenig angenehm ist die aktuelle Verunsicherung natürlich für die Verkäuferinnen. Für Verdi-Mitglieder gebe es laut Erika Preuß, die dem Verdi-Fachbereich Einzelhandel angehört und für Schlecker in Nord- und Osthessen zuständig ist, aber eine „gewisse Sicherheit“. Denn im vergangenen Jahr, als der Umstrukturierungsprozess begann, sei ein bundesweit geltender Beschäftigungssicherungs- und Sozialtarifvertrag abgeschlossen worden, so dass Mitarbeitern bei der Schließung ihrer Filiale nicht automatisch die Kündigung drohe. „Wir sind gerüstet und gut organisiert“, erkärt Preuß. Aus Bad Hersfeld sei ihr bislang aber noch nichts zu Ohren gekommen.

Sollte es Probleme geben, können sich Betroffene unter der Telefon 0 56 1/970 61 27 an Erika Preuß wenden. Einen Schlecker-Betriebsrat gibt es in Bad Hersfeld nicht. (nm)

Von Nadine Maaz

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