Kai A. Struthoff über den Tarifabschluss

Nichts da zum Beißen

Den letzten beißen die Hunde. Mal wieder sind das die Städte und Gemeinden. Der hochdefizitäre Kreishaushalt für 2010 war noch nicht einmal verabschiedet, da droht schon neues Ungemach.

Denn der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst bringt wieder neue Belastungen für den ohnehin klammen Kreis und seine Gemeinden. Schon jetzt wissen die Kämmerer kaum noch, wie sie die Finanzlast schultern sollen. Und dabei reden wir noch nicht einmal von den schwer schätzbaren Kosten für die Straßenschäden des strengen Winters – ein weiteres Damokles-Schwert, das über uns schwebt.

Gewiss, die Rathausbediensteten, Bauhofarbeiter, Krankenschwestern oder Kita-Betreuerinnen arbeiten hart und machen einen guten Job. Sie haben die moderate Lohnerhöhung wirklich verdient. Und natürlich haben kluge Kämmerer vorgebaut und entsprechende Rücklagen einkalkuliert. Doch lange geht das nicht mehr gut. Anstatt die Kosten für ihre Wahlgeschenke nach unten durchzureichen, müssen Bund und Länder den Kommunen endlich helfen. Sonst beißen selbst die Hunde hier bald ins Leere.

struthoff@hersfelder-zeitung.de

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