Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich besucht „E-Punkt“ – Auch Windkraft Thema

„Nicht Sache der anderen“

Im Einsatz für den Klimaschutz: Der Programmleiter der Hessischen Energiespar-Aktion Werner Eicke-Hennig, Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich, der Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel , Klaus Fey, Pressekoordinator Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Markus Gilbert, Chef der Stadtwerke, sowie der Klimaschutzbeauftragte Guido Spohr. Foto: Spanel

Bad Hersfeld. Die Zusage für den Besuch in Bad Hersfeld konnte der Klimaschutzbeauftragte Guido Spohr bereits im März entgegennehmen. Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich war der Besuch des „E-Punktes“, der städtischen Beratungsstelle zu den Themen Energie und Energieeffizienz, eine Herzensangelegenheit.

Bei ihrem Besuch gehe es in erster Linie um Anerkennung und Wertschätzung: „Das, was in Bad Hersfeld auf kommunaler Ebene für den Klimaschutz geleistet wird, ist keineswegs selbstverständlich“, betonte Puttrich. Vorbildlich an der Energieberatungsstelle „E-Punkt“ sei die Kooperation von Stadtwerken, der Verbraucherzentrale, der Energiegenossenschaft und dem Klimaschutzbeauftragten. Gerade die Beratung und Aufklärung der Verbraucher zu den Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz liege ihr und der hessischen Landesregierung am Herzen.

„Um die Bürger für das Thema Energiewende zu sensibilisieren, ist die richtige Kommunikation unerlässlich“, erklärte Puttrich. Das Land Hessen unterstütze die Diskussion im Vorfeld zudem mit Fördergeldern für entsprechende Bürgerinformationsveranstaltungen. „Denn wenn sich eine Debatte erst emotionalisiert – wie mit der Windkraft am Wehneberg geschehen – ist es schwierig, noch einen gemeinsamen Konsens zu finden.“

In die Diskussion vor Ort wolle sie sich zwar nicht einmischen – dennoch gebe es klare Richtlinien. „Nicht umsonst haben wir Regional- und Landesentwicklungspläne“, sagte die Umweltministerin.

Darin seien die Regeln für die Aufstellung der Windkraftanlagen klar verankert. In Hessen ließe sich der Bau der Anlagen in Waldgebieten nicht vermeiden, denn schließlich sei es mit 42 Prozent das waldreichste Bundesland. Auch schrieben die Pläne vor, dass die Anlagen in einem Abstand von mindestens 1000 Metern zu den Wohngebieten gebaut werden müssten. Das sei laut der Ministerin ausreichend.

„Die Energiewende ist nicht die Sache der anderen. Man muss auch selbst etwas dafür tun“, erklärte Puttrich. Dennoch mahnte sie die Kommunalpolitiker, alle Einwände zu hören und genau zu prüfen.

Von Emily Spanel

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