Nicht letzte Instanz Peter Lenz über den Heringer Bürgermeister

W er auch immer von den drei Bewerbern ab 1. Juli Bürgermeister der Stadt Heringen ist – die Aufgabenstellung bleibt in jedem Fall dieselbe. Es gilt, Rezepte zu finden gegen Bevölkerungsverlust und Überalterung und gegen die finanzielle Abhängigkeit von der unsicheren Kali-Gewerbesteuer. Es gilt, die Gratwanderung zu bestehen zwischen der Belastbarkeit der Bürger und einer funktionierenden öffentlichen Infrastruktur.

Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass auch ein direkt vom Volk gewählter Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin nicht schalten und walten kann, wie er oder sie es für richtig hält. Der Bürgermeister ist politischer Impulsgeber und Verwaltungschef, aber die Richtungsentscheidungen trifft die Stadtverordnetenversammlung. So, wie sie jetzt in Heringen zusammengesetzt ist, hat dort keiner der drei Kandidaten eine berechenbare Mehrheit. Im kommenden Jahr werden die Kommunalparlamente in Hessen neu gewählt. Es bleibt spannend in Heringen.

lenz@hersfelder-zeitung.de

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