Jahreshauptversammlung der Kernstadt-Feuerwehr: Wahlen und Ehrungen

Nicht an Jugend sparen

Beförderungen bei der Jugendfeuerwehr: Zu Jugendlöschmeistern ernannt wurden Niclas Göbel, Sebastian Müller, Niklas Niehoff, Julian Richter, John Rouven und Finn Schönholtz. Jugendhauptlöschmeister sind jetzt Fabio Nitsch und Marius Nuhn. Foto: nh

Bad Hersfeld. „Gemeinsam sind wir stark!“. Diese Worte richtete Vereinsvorsitzender Klaus Klee an die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt Bad Hersfeld, die sich zur Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus auf der Hohen Luft versammelt hatten.

207 Mitglieder zählt die Feuerwehr Bad Hersfeld in ihren vier Abteilungen, welche sich aus der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr, der Kinderfeuerwehr und der Alters- und Ehrenabteilung zusammensetzen. Klaus Klee erinnerte besonders an den Tag der offenen Tür in den Hallen des Feuerwehrhauses, der sich durch hervorragendes Wetter und großes Interesse der Bürger auszeichnete. An diesem Tag wurden auch das neue Staffellöschfahrzeug offiziell in Dienst gestellt und eine Gefahrgutübungsanlage übergeben. Die Bürger hatten die Möglichkeit, aktiv in einer Übung mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät teilzunehmen.

Neben dem Tag der offenen Tür suchte die Feuerwehr auch mit dem Feuerwehrfest im Schildepark die Nähe zum Volk und bot gemeinsam mit den „Bayrischen 7“ allen Grund zum Feiern.

Jugend in Einsatzabteilung

Jugendfeuerwehrwart Roland Rüger erzählte von der Fahrt nach Sylt, wo er mit den Jugendlichen unter anderem eine Seehundbank besuchte, eine Wattwanderung unternahm und bei einer Übung der Feuerwehr Kampen zuschaute, wobei einige Jugendliche selbst teilnehmen durften (unsere Zeitung berichtete). Derzeit zählt die Jugendfeuerwehr 40 zukünftige Brandschützer, die in Zukunft die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr sichern sollen.

Im vergangenen Jahr wurden sechs Jugendliche von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergeben. Daher appellierte Roland Rüger in seinem Jahresbericht an die Stadtverordneten zu überlegen, ob man unbedingt an Jugendarbeit sparen müsse.

Davon, dass die Jugendarbeit nicht nur aus erzieherischer Sicht, sondern auch in der feuerwehrtechnischen Ausbildung erstklassig ist, überzeugte sich Wehrführer Jürgen Richter persönlich bei der Abnahme der Jugendlöschmeisterausbildung. Diese wird kreisweit einzigartig in der Kreisstadt abgenommen und zur Motivation der Jugendlichen auf der Jahreshauptversammlung mit einer Auszeichnung honoriert.

Richters Jahresbericht war wie gewohnt von vielen Zahlen geprägt. 243 Einsätze, von Bränden über technische Hilfeleistung, bis hin zur Brandmeldeanlage wurden von den 113 aktiven Mitgliedern gemeistert. 29 Menschenleben wurden dabei gerettet. Besonders erwähnte Richter die Wettkampfgruppe, die mit vier Mannschaften bei den Feuerwehrleistungswettkämpfen teilnahm und damit einen neuen Rekord aufstellte.

Bei den Wahlen wurde Pierre Walter zum zweiten stellvertretenden Wehrführer gewählt, sodass in den kommenden Jahren ein Triumvirat, bestehend aus Jürgen Richter, Christian Bärmann und Pierre Walter die Geschicke der Kernstadtwehr leiten wird.

Richter gab bekannt, dass im kommenden Jahr neben Roland Rüger André Oldenburg für die Jugendarbeit zuständig sei, sodass ein fließender Übergang gewährleistet sei und sich Roland Rüger nach 14 Jahren hervorragender Jugendarbeit langsam zurückziehen könne.

Grußworte überbrachten Stadtrat Hans Vierheller, Martin Orf für den Brandschutzaufsichtsdienst, Stadtbrandinspektorin Nadine Reinhardt und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht.

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