Verhaltenskodex soll auch zu Kooperation von Vereinen und Jugendämtern führen

Nicht nur eine Unterschrift

Hersfeld-Rotenburg. Sieben Unterpunkte umfasst der „Verhaltenskodex zum Kindeswohl“, den Mitarbeiter hessischer Sportvereine auf Wunsch des Landessportbundes unterschreiben sollen. Neben Gewalt oder Diskriminierung ist dabei auch von Vertrauen, Respekt und Wertschätzung sowie dem aktiven Intervenieren im Koflikt- oder Verdachtsfall die Rede. Der Kodex sei ein weiteres Mittel zur Prävention, erklärt Paul Mähler, der Vorsitzende des Sportkreises Hersfeld-Rotenburg. Das unterschriebene Papier solle dem gewöhnlichen Übungsleitervertrag angehängt werden und die Mitarbeiter sensibilisieren.

Mehr als ein Stück Papier

Darüber hinaus soll der Kodex aber noch mehr leisten. Der Landessportbund oder die Hessische Sportjugend legten bei ihren Schulungen und Ausbildungen bereits seit 2005 großen Wert auf das Thema Kindeswohl, berichtet der Sportkreisvorsitzende, jetzt solle darauf auch in den Kreisen noch mehr geachtet werden.

„Der Sinn ist eigentlich, eine bessere Verbindung zwischen der Vereins- und Jugendarbeit und den Jugendämtern herzustellen“, sagt Mähler. So sei für ihn beispielsweise vorstellbar, dass Jugendämter und Sportkreis zukünftig gemeinsam Seminare zum Thema veranstalten. Dass der Kodex sinnvoll ist, davon ist Mähler überzeugt.

Im professionellen Bereich werde von Übungsleitern sogar ein Führungszeugnis verlangt, berichtet er, in den Vereinen werde nun versucht, ein Zwischending zu installieren. „In Südhessen wird bereits mit dem Kodex gearbeitet“, sagt Mähler zuversichtlich. „In unserem Sportkreis braucht das halt noch etwas Zeit.“(kma)

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