Garantie: Hauptverkehrswege sind von 6 bis 22 Uhr geräumt

Nicht alle Straßen sind 24 Stunden schneefrei

Hersfeld-Rotenburg. Autofahrer im Kreis Hersfeld-Rotenburg und im Werra-Meißner-Kreis müssen sich in diesem Winter darauf einstellen, dass nicht mehr jede Bundes-, Landes- und Kreisstraße rund um die Uhr bei Schnee und Glatteis geräumt und gestreut wird. Das hat Wolfgang Junge, Netzmanager des Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) in Eschwege, bei einer Pressekonferenz in Rotenburg erklärt.

Frei sind die Straßen zwischen 6 und 22 Uhr - das ist die gesetzliche Vorgabe, sagen Junge und ASV-Pressesprecher Ulrich Wieditz. Diesen Vorgaben komme das ASV selbstverständlich nach - in der Vergangenheit sei diese allerdings übererfüllt worden, die Straßen wurden meist rund um die Uhr geräumt.

Die Behörde aber muss mit spitzem Bleistift rechnen - ihr Budget ist seit 2007 eingefroren. „Wenn uns ein annähernd so harter Winter ins Haus steht wie der vergangene, dann bekommen wir Schwierigkeiten“, rechnet Wolfgang Junge vor. Zumal die Preise für Streusalz gestiegen seien. 300 000 Euro kostet ein sogenannter Volleinsatz in ganz Hessen, „wenn alle Fahrzeuge ausrücken, um die Straßen zu räumen und zu streuen“, sagt Junge. Geschätzt zehn solcher Einsätze gibt es pro Winter. Nach den Vorgaben des Ministeriums werden dann die Autobahnen rund um die Uhr, die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von 6 bis 22 Uhr bei Schneefall, Eis- und Reifglätte befahrbar gehalten. Bei starkem, langanhaltendem Schneefall sollen die Straßen zumindest einspurig oder mit Schneeketten zu befahren sein.

„Das ist selbstverständlich gewährleistet“, betonen Junge und Wieditz. „Wenn Straßenglätte gemeldet wird, rücken wir jederzeit aus, begonnene Einsätze werden nachts natürlich zu Ende gefahren, und wir starten morgens um 2 Uhr, damit die Straßen bis zum Berufsverkehr frei sind.“

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Von Rainer Henkel

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