DSL-Ausbau: Wirtschaftsförderung beantragt Beihilfen

Nicht alle Orte wollen schnell ins Internet

Hersfeld-Rotenburg. Das Ziel, mit Hilfe der Förderung des Landes Hessen und kostengünstiger Funktechnologie die Internet-Versorgung im Landkreis flächendeckend sicherzustellen, ist für neun Städte und Gemeinden in greifbare Nähe gerückt.

Corinna Schrader, Mitarbeiterin im Team der Wirtschaftsförderung des Landkreises, hat beim Land Hessen Fördergeld beantragt, damit Privatleute und Firmen zu erträglichen Konditionen einen Internetzugang kaufen können. Über die Zuteilung des Zuschusses entscheidet die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. „Mit einem Bescheid ist aber nicht vor Mitte September zu rechnen“, schränkt Corinna Schrader ein. Dafür haben die künftigen Nutzer die Aussicht darauf, mit einer Geschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde auf die Datenautobahn einzuscheren.

Start mit elf Kommunen

Elf der 20 Städte und Gemeinden im Landkreis mit DSL-Defiziten hatten sich unter dem Dach der Wirtschaftsförderung in einem Interessenbekundungsverfahren um Anbieter beworben.

Nach Beratungen in den Kommunalparlamenten blieben noch neun Städte und Gemeinden übrig, die an einer Zusammenarbeit mit der mittelhessischen Firma OR Network interessiert waren. Nur in Nentershausen und Breitenbach am Herzberg entschieden sich die Gemeindevertretungen gegen den Einstieg in den öffentlich geförderten Ausbau des Breitband-Internets. In Breitenbach verzichtete man wegen mangelnden Interesses, in Nentershausen hofft man noch auf eine andere Lösung.

Auf Hilfe von OR Network, das bereits die Gemeinde Neuenstein versorgt, setzen Bad Hersfeld und Rotenburg sowie die Gemeinden Friedewald, Hauneck, Haunetal, Kirchheim, Niederaula, Schenklengsfeld und Wildeck. Die Kaligemeinden Heringen und Philippsthal gehen einen eigenen Weg abseits der Sammelausschreibung. ZUM TAGE

Von Kurt Hornickel

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