2700 Mitarbeiter beschäftigt

Marcus Ries neuer Pflegedirektor des Konzerns Klinikum Hersfeld-Rotenburg

+
Heute mehr am Schreibtisch als auf Station: Marcus Ries ist Pflegedirektor.

Hersfeld-Rotenburg. Marcus Ries ist seit sechs Monaten Pflegedirektor des Klinikums Bad Hersfeld und des Konzerns Klinikum Hersfeld-Rotenburg. Nach 100 Tagen im Dienst gibt er nun Einblick in seine Arbeit.

Marcus Ries ist seit sechs Monaten bereits Nachfolger von Karin Otto-Lange am Klinikum und gehört seit Juli zum Direktorium des Konzerns.

Wenn die Pflegedienstleitung im Herz- und Kreislaufzentrum, Ines Mohr, im September das Haus verlässt, wird Ries für die Nachfolge der direkte Vorgesetzte sein.

Ries sprach bei seiner Vorstellung im Beisein von Klinikumsgeschäftsführer Martin Ködding und Werner Hampe, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, von einer spannenden Aufgabe in einer Phase des Umbruchs. Vieles müsse neu geordnet werden, sagte Ries.

Die Ärmel hochkrempeln

Als große Themen nannte er den Fachkräftemangel. Eine konzernübergreifende Bewerberstruktur sei die Herausforderung für die Zukunft. 95 Prozent der Stellen im Konzern seien besetzt, erklärte er auf Nachfrage. „Leichte Vakanzen“ gebe es am Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg. Die Situation insgesamt sei „sehr auskömmlich“, aber man müsse angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels die Ärmel hoch krempeln. Vor allem Intensivpflegekräfte und Hebammen seien sehr gefragt. Einen Pflege-Patientenschlüssel gebe es nicht.

Ries ist auch für die Ausbildungsstätte am Klinikum zuständig, wo zurzeit 120 Auszubildende lernen. Bislang können noch alle Ausbildungsplätze besetzt werden - 30 Pro Jahr. Alle zwei Jahre werden laut Ries zwölf Fachkrankenpfleger Intensiv/Anästhesie ausgebildet. Um das Interesse an der Pflege zu fördern, biete man pro Jahr mehrere Hundert Praktikumsplätze an.

Um Fachkräfte zu halten, bemühe man sich auch um entsprechende Arbeitsbedingungen. Geschäftsführer Martin Ködding betonte, man biete zahlreiche Arbeitszeitmodelle an.

Bisher werden die Fachkräfte aber nicht beispielsweise je nach Bedarf im Klinikum oder im HKZ beschäftigt. Hier gebe es jedoch entsprechende Überlegungen. Für den Aufbau der Geriatrie am HKZ hospitieren Mitarbeiter aus Rotenburg aber in Bad Hersfeld.

Geplant sei ein einheitlicher Stellenpool, erklärte Werner Hampe.

Im Klinikum erhalten die Mitarbeiter den Öffentlichen Tarif, im HKZ den Haustarif, wobei es laut Ködding keinen wesentlichen Unterschied gebe.

Insgesamt beschäftigt der seit April bestehende Klinik-Konzern Hersfeld-Rotenburg 2700 Mitarbeiter mit einem Gehaltsvolumen von 120 bis 130 Millionen Euro, sagte Martin Ködding.

Zur Person

Marcus Ries (39) stammt aus Thüringen und hat in Bad Salzungen Krankenpflege gelernt. Er absolvierte eine Weiterbildung im Bereich Intensivpflege und Anästhesie und danach ein Pflegemanagementstudium. Zwölf Jahre war er im Klinikum Fulda tätig, davon zwei als Pflegedienstleiter. Anschließend übernahm er für dreieinhalb Jahre diese Position in Alsfeld. Seit Januar ist Ries am Klinikum Bad Hersfeld tätig. Er wohnt in Burghaun, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zum Ausgleich verbringt er am liebsten Zeit mit der Familie, mit sportlichen Aktivitäten und er liebt die Gartenarbeit. (ank)

Kommentare