Stadtparlament einmütig für Projektanmeldung beim Land – Lkw-Fahrverbot kontraproduktiv?

Neuer Anlauf für Sorgaer Umgehung

Bad Hersfeld. Die Stadt Bad Hersfeld soll bei Land und Bund einen neuen Anlauf unternehmen, um dem Stadtteil Sorga eine Umgehungsstraße der B 62 zu verschaffen. Dies beschlossen die Stadtverordneten auf Antrag der Neuen Bürgerliste einstimmig. Weil das Land im kommenden Jahr die Projekte für die Fortschreibung des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen sammelt, machte Uwe Kohlstädt die Sache für seine Fraktion dringlich. Roland Luley (SPD) wies darauf hin, dass die Umgehungstrasse schon seit vielen Jahren im Flächennutzungsplan stehe, bisher jedoch die Verkehrszahlen nicht gereicht hätten. „Vielleicht ist das durch die Verdichtung des Verkehrs jetzt anders“, sagte Luley. Neue Messwerte würden Ende des Monats erwartet, kündigte Bürgermeister Thomas Fehling nach Rücksprache mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Eschwege an. Torsten Warnecke (SPD) gab zu bedenken, dass das vom Parlament jüngst beschlossene Lkw-Fahrverbot bei der Kosten-Nutzen-Rechnung für eine Umgehungsstraße kontraproduktiv sein könne.

Von Karl Schönholtz

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