Fraktionsgemeinschaft bringt mögliche Bewerbung Bad Hersfelds erneut ins Parlament

Neuer Anlauf für Hessentag

Sollte Bad Hersfeld Ausrichter eines Hessentags werden, könnte die Stadt sich auch mit einem Hessentagspaar schmücken, so wie hier das Paar aus Hofgeismar für 2015: Rebecca Ross (Dornröschen) und Andreas Richhardt (Prinz). Foto: Gehlen

Bad Hersfeld. Die Fraktionsgemeinschaft (FG) in Stadtparlament unternimmt einen neuen Anlauf, den Hessentag nach Bad Hersfeld zu holen. Nachdem ein NBL-Antrag zur Austragung eines Hessentages Anfang Juli im Stadtparlament gescheitert war, setzt die FG das Thema nun erneut auf die Tagesordnung.

Die Bewerbung um den Hessentag sei zu wichtig, um sie an einer „zufälligen Mehrheit“ scheitern zu lassen, erklärt der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Schülbe. In der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten hatten mehrere Abgeordnete gefehlt. „Hinzu kommen Signale, dass es auch bei der bislang ablehnenden Mehrheit von SPD und Grünen zu einem Umdenken kommt“, sagt Schülbe.

Mit dem neuen Antrag beauftragt die FG den Magistrat, sich für die Kreis-, Festspiel-und Kurstadt Bad Hersfeld bei der Landesregierung um die Ausrichtung eines Hessentages ab 2018 folgende zu bewerben. In Ergänzung zum ersten Antrag enthält der jetzige allerdings eine klare Einschränkung. Sie lautet: „Eine endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung nach Vorlage eines umfassenden und vernetzten Durchführungskonzepts einschließlich der Finanzierung“, teilt die FG in einer Pressemitteilung mit. Die Fraktionsgemeinschaft verweist darauf, dass ein Hessentag eine „fast einmalige Chance für unsere Stadt und unsere Festspiele ist“. Das Land Hessen finanziere mit bis zu 6,5 Millionen Euro notwendige Infrastrukturmaßnahmen und beteilige sich zudem an den Durchführungs- und Verwaltungskosten.

„Ein Hessentag wird über längere Zeiträume landesweit beworben, strahlt auf die Nachbarbundesländer aus und zieht erfahrungsgemäß weit über eine halbe Million Besucher an. Damit profitieren das „wortreich“, Vereine, Unternehmen, Handel und Gastronomie und natürlich die Festspiele“, argumentieren der FWG-Stadtrat Hans Vierheller und FG-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Schülbe. Sehr wichtig sei der FG, dass die Bevölkerung von Beginn an, etwa durch Bürgerversammlungen und Arbeitsgruppen, an Planung und Durchführung aktiv beteiligt wird. (red/kai)

Kommentare