Auf neuen Wegen

Kai A. Struthoff

Als ich vor 31 Jahren mein Abiturzeugnis überreicht bekam, war ich nicht so aufgeregt wie am Donnerstag, als mein ältester Sohn am Obersberg sein Abi bekommen hat. Ich glaube, vielen Eltern ging es ähnlich, denn jetzt neigt sich ein Lebensabschnitt dem Ende zu, und wir müssen lernen loszulassen. Ein bisschen neidisch bin ich auch, denn diesen jungen Leuten steht jetzt die Welt offen – und es gibt so viel zu entdecken. Herzlichen Glückwunsch zum Abi und viel Glück auf neuen Wegen!

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Auch im Landratsamt gab es Grund zum Feiern. Denn dort haben die 14 Azubis des Kreises ihre Ausbildung beendet. Angeblich soll es bei ihren Leistungen keine gravierenden Unterschiede geben, heißt es in einer Vorlage für den Kreisausschuss. Deshalb hat der Kreis beschlossen sie alle bis auf vier, die studieren, zu übernehmen – allerdings nur mit einer halben Stelle.

Das soll nun freilich bei einigen die Feierlaune verhagelt haben, denn von halben Stellen kann man kaum leben. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass man sich wohl um eine Entscheidung drücken wollte, um es allen Recht zu machen. Nun ist ein halber Job sicher besser als keiner, andererseits werden doch überall gut-ausgebildete junge Leute gesucht. Warum also diese Gleichmacherei, die auch aus Sicht der Azubis nicht als fair empfunden wird.

Und müsste eigentlich nicht auch die Kreisverwaltung eher Personal sparen, als den Apparat weiter aufzublähen. Dem Vernehmen nach sollen die Azubis auf den halben Stellen nur geparkt werden, um später schnellstmöglich personelle Vakanzen zu füllen. Na, wir werden ja sehen.

Im Hersfelder Stadtwald tut sich etwas. Für dieses Wochenende ist am „Solzi“, dem Naturerlebnispfad für Kinder nahe Sorga, ein größerer Arbeitseinsatz geplant. Mit den vereinten Kräften von mehr als 20 Helfern soll der Waldspielplatz durch eine Kugelbahn aus Baumstämmen bereichert werden. War der „Solzi“ auch bisher schon eine richtig feine Sache für Eltern und Kinder, die Spiel und Spaß an der frischen Luft zu schätzen wussten, so wird der gut drei Kilometer lange Rundweg jetzt noch attraktiver.

Möglich ist das allerdings nur, weil einige engagierte Menschen in ihrer Freizeit kräftig anpacken. Ihnen an dieser Stelle schon mal ein Dankeschön!

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